Welches ist der gemütlichste Raum des Eigenheims? Dieses Voting dürfte in den meisten Fällen das Dachgeschoss für sich entscheiden. Mit ihren Schrägen und dem erhöhten Blick auf die Umgebung strahlt die oberste Etage des Zuhauses eine besonders behagliche Atmosphäre aus. Oft wird dieser Raum noch gar nicht genutzt. Dabei lässt sich durch einen Ausbau des Oberstübchens die Wohnfläche entscheidend vergrößern - zum Beispiel, wenn die Bewohner ein zusätzliches Kinderzimmer benötigen oder sich einen Hobbyraum einrichten möchten. Allerdings stellt die Raumcharakteristik erhöhte Ansprüche an das Geschick beim anschließenden Einrichten. Gefragt sind kreative Ideen für Möbel, die Nischen und Schrägen effizient nutzen und dabei noch wohnlich und attraktiv wirken.

Dachausbau: Der Kniestock ist entscheidend

Ein entscheidender Faktor bei der Einrichtung des Dachgeschosses ist der sogenannte Kniestock. Je höher der Kniestock ist, desto mehr Platz steht für Möbelstücke zur Verfügung. Gerade in älteren Gebäuden mit nicht ausgebautem Dach ist der Kniestock jedoch oft sehr niedrig, Maße von unter 50 Zentimetern sind keine Seltenheit.

Video: Dachschrägenschrank

Maßgeschneiderte Möbel-Einbauten schaffen Platz

Der Tischler hilft auch dabei, Schrägen, Winkel und Ecken mit angepassten Möbeleinbauten zu versehen und so möglichst viel Stauraum zu schaffen. Individuell angefertigte Sideboards oder Unterschränke in Höhe des Kniestocks zählen ebenso dazu wie Sitzbänke mit integriertem Stauraum oder auch Raumtrenner, die dem Obergeschoss mehr optische Tiefe verleihen. Standardmöbel hingegen passen angesichts der besonderen Platzverhältnisse meist gar nicht. Mit einem individuellen Einbau jedoch lässt sich die Fläche unter dem Dach etwa für einen begehbaren Kleiderschrank nutzen - und die Bewohner verlieren nie wieder den Überblick über ihre Garderobe.

Noch ein Tipp: Mit einer Gleitschiebetür, die in vielen Designs und Materialien wie Glas erhältlich sind, wird der Schrank auch optisch zu einem Schmuckstück unter dem Dach.