Um die Anwendungen sorgenfrei zu nutzen, müssen die Daten gegen fremden Zugriff gesichert sein, empfehlen etwa die Experten des Bauherren-Schutzbunds e.V. (BSB). Denn werden Verbrauchsdaten ausgespäht, können sie auf Abwesenheiten hinweisen und es Einbrechern leicht machen.

Laut einer aktuellen TÜV-Umfrage* nutzen in Deutschland aktuell 32 Prozent der Verbraucher mit Internetzugang Smart Home Geräte. Dazu zählen vernetzte Haustechnik, zu der unter anderem Lampen, Steckdosen, Heizungsanlagen oder Bewegungsmelder gehören sowie andere Haushaltsgeräte wie beispielsweise smarte Spielzeuge, Rasenmäher oder Waschmaschinen. Das Problem: Immer wieder kommen Smart Home Geräte mit eklatanten Sicherheitslücken auf den Markt. Eine wichtige Ursache dafür ist, dass die digitale Sicherheit vernetzter Geräte bisher keine Voraussetzung dafür ist, ein smartes Produkt in der EU auf den Markt bringen zu dürfen.

Auch Nutzer selbst vernachlässigen digitale Sicherheit im Smart Home

Zwar aktualisieren zwei von drei Smart Home Nutzern (65 %) regelmäßig die Software der Geräte und 53 % ändern bei Inbetriebnahme die voreingestellten Passwörter. Das heißt aber auch, dass fast jeder zweite Smart Home Nutzer (47 %) die leicht zu knackenden Standardpasswörter der Geräte-Software unverändert lässt und jeder Dritte (35 %) nicht auf notwendige Sicherheits-Updates achtet. Die digitale Sicherheit im Smart Home kommt in vielen Haushalten also noch zu kurz. Laut Umfrage achten nur 41 % der Befragten bei der Anschaffung von Smart Home Produkten auf IT-Sicherheitsfunktionen wie automatische Sicherheitsupdates oder eine verschlüsselte Datenübertragung, 59 % tun dies nicht. Und nur 36 % verzichten darauf, ausgewählte Smart Home Geräte mit dem offenen Internet zu verbinden.

Datensicherheit von Anfang an

Datensicherheit bei Smart Home Lösungen beginnt bei der Geräteauswahl: Die Hardware sollte eine verschlüsselte Kommunikation unterstützen. Bei der Komponentenauswahl ist darauf zu achten, dass die Geräte dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und von den Herstellern langfristig mit relevanten Sicherheitsupdates versorgt werden. Zudem sollte die Anwendung auch lokal genutzt werden können, ohne dass jederzeit eine Cloud- oder Internetverbindung bestehen muss. Bei der konkreten Bedienung sollten Verbraucher diese offline-Nutzung so häufig wie möglich verwenden. So ist das Smart Home System am besten vor Zugriffen von außen geschützt.