Gemeinsam mit dem Hadrians- sowie dem Antoniuswall in Großbritannien gehört der Limes seit 2005 zur grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbestätte "Grenzen des Römischen Reiches". Mit 550 Kilometern Länge, seinen 900 Wachtposten sowie 120 größeren und kleineren Kastellplätzen ist der Obergermanisch-Raetische Limes eines der eindrucksvollsten und größten archäologischen Denkmäler Europas. Im nördlichen Baden-Württemberg verläuft ein 164 Kilometer langer Abschnitt dieses besonderen Bodendenkmals.

Der Verlauf des Limes durch die waldreichen Landschaften der Naturparke Neckartal-Odenwald und Schwäbisch-Fränkischer Wald sowie durch Hohenlohe lädt dazu ein, den Besuch mit einer Wanderung oder einer Tour auf dem Limes-Radweg zu verbinden.

Römerkastell in Welzheim: Rekonstruktion des Westtors

Erik Dobat/Verein Deutsche Limes-Straße

Ein Tor des Ostkastells von Welzheim wurde mit einem Abschnitt der Wehrmauer wissenschaftlich rekonstruiert.
Rekonstruktion eines Limes-Turms in Osterburken

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Der Nachbau eines Limes-Turms bei Osterburken zeigt den Bauzustand der Grenzanlage im 3. Jahrhundert nach Christus.
Limes-Markierungsstele bei Kaisersbach

Michael Schneidt/Verein Deutsche-Limes-Straße

Eine Markierungsstele bei Kaisersbach zeigt den Verlauf des Limes.
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Der Limes ist das Ergebnis der etwa 200 Jahre dauernden römischen Besetzungsgeschichte, die in mehreren Etappen erfolgte und deren letzte Ausbauphase eine Grenze mit einer künstlichen Barriere zwischen Rhein und Donau ergab. Schon zu Beginn des 2. Jahrhunderts nach Christus stand der heutige Limesverlauf im nordwestlichen Abschnitt, also in Rheinland-Pfalz und Hessen, fest. Im Süden, in Baden-Württemberg und Bayern, wurde die eigentliche Limeslinie erst gut 60 Jahre später erreicht.

Video: Entdecken Sie das UNESCO-Welterbe Limes

Zum Welterbe Limes gehören zahlreiche unterschiedlich große Kastelle mit ihren Zivilsiedlungen mit Wohn- und Gewerbebauten sowie teilweise ausgedehnten Badeanlagen genauso wie die Limestürme und die physischen Barrieren selbst.

Viele römische Ruinen entlang des Obergermanisch-Raetischen Limes sind heute noch ungestört im Gelände auszumachen und lassen sich mit der offiziellen Limeskarte und verschiedenen Führern gut erleben. Andere wurden in den letzten Jahrzehnten ausgegraben, konserviert und als besondere Anschauungsorte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben zahlreichen Rekonstruktionen und Museen entlang des Grenzwalls befindet sich das zentrale Limes-Informationszentrum Baden-Württemberg in Aalen.

Kastellgelände bei Buch

Michael Schneidt/Verein Deutsche Limes-Straße

Reste des Kastells und Rekonstruktionen können im Freilichtmuseum Rainau-Buch besichtigt werden.
Limes-Rekonstruktion bei Großerlach-Grab

Erik Dobat/Verein Deutsche Limes-Straße

So könnte der Limes bei Großerlach-Grab einmal ausgesehen haben.
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Zahlreiche Fundstücke sind in den großen Landesmuseen, aber auch in zahlreichen regionalen Heimatmuseen, für die interessierte Öffentlichkeit aufbereitet. Dabei bilden im Südwesten das Römermuseum Osterburken und das Limesmuseum Aalen besondere Zentren der Information zur Geschichte und Funktion des Limes.

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