Im öffentlichen Dienst bieten sich sehr gute Karrierechancen, etwa für Ingenieure aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Jobs im Unterrichtswesen oder in sozialen Institutionen und im Bereich der öffentlichen Sicherheit.

Laut „Monitor öffentlicher Dienst 2022“  arbeiten in Deutschland insgesamt 4.968.020 Personen im öffentlichen Dienst (inkl. 172.070 Soldaten), davon sind 2.857.010 Frauen. Bei Kommunen arbeiten 1.596.810 Personen, das sind 32,14 Prozent aller im öffentlichen Dienst Angestellten.

Daseinsvorsorge sichert Lebensqualität

Statue der Justiz

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Im Nichttechnischen Dienst kann man z.B. bei der Justiz arbeiten.

Berufseinstieg in den öffentlichen Dienst

Die Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst und ähnliche Fachrichtungen in der Justizverwaltung und bei der Polizei erfolgt im Rahmen eines Studiums an einer besonderen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Absolventen aus dem mittleren Dienst ohne Hochschulreife, sog. Aufstiegsbeamte, beenden ihre Ausbildung allein mit der Laufbahnprüfung. Die Aufgabenbereiche des gehobenen Dienstes erstrecken sich, je nach Laufbahn und Behörde, von der Sachbearbeiterebene bis hin zur Leitung.

Schulische Grundvoraussetzung für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst mit Studium ist mindestens die Fachhochschulreife. Eine Teilnahme von geeigneten Bewerbern aus dem mittleren Dienst ist ggf. auch ohne Hochschulzugangsberechtigung möglich. Für Laufbahnen ohne Studium, aber mit Vorbereitungsdienst, z. B. im Feuerwehr- oder im Baudienst, ist ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium Voraussetzung.

Arbeiten bei der Feuerwehr

Das Land aktiv mitgestalten

Wer nach einer beruflichen Herausforderung, nach einer interessanten, abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Tätigkeit und der Möglichkeit, aktiv mitzugestalten sucht, der sollte sich überlegen, ob er in der Innenverwaltung arbeiten möchte. Wenn die nötigen Voraussetzungen erfüllt werden, sind die Aufstiegschancen sehr gut.

Weitere Informationen gibt es beim Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg.

Work-Life Balance im öffentlichen Dienst

Work-Life-Balance Maßnahmen im Rahmen der Personalpolitik leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, ob ein Arbeitgeber als attraktiv, familienorientiert und zukunftsweisend wahrgenommen wird. Das wissen auch die kommunalen Unternehmen. Deshalb bieten sie diverse Möglichkeiten, wie Privat- und Berufsleben in Einklang gebracht werden können.Eine Lebensphasenorientierte Personalpolitik hat sich auch bei kommunalen Unternehmen immer mehr durchgesetzt.

Familienfreundlichkeit erreichen die kommunalen Unternehmen durch flexible Arbeitszeiten oder mobiles Arbeiten, Informations- und Beratungsmöglichkeiten. Die Belegschaft profitiert aber auch von gesundheitsfördernden Maßnahmen.

Fröhliche Familie

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Im öffentlichen Dienst und bei den kommunalen Unternehmen wird Work-Life-Balance groß geschrieben.

Kommunale Unternehmen haben Maßnahmen, die für einen Ausgleich zwischen Beruf und Privatleben sorgen, als Teil ihrer Corporate Social Responsibility verankert. Diese sind aber auch Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil, da die gesundheitsbezogenen Angebote die Mitarbeitergesundheit fördern und krankheitsbedingte Fehlzeiten reduzieren.

Jungen Müttern und Vätern wird der Wiedereinstieg nach der Elternzeit dank der Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Informationsangebote und Unterstützung, wenn es um die Pflege von Angehörigen geht, tragen dazu bei, Motivation und Produktivität zu steigern. Teilzeitangebote und die bedarfsgerechte, mitarbeiterorientierte Gestaltung der Arbeitszeit helfen dabei, Fachkräfte zu rekrutieren und zu sichern.

Arbeiten im Öffentlichen Dienst: Weitere Informationen

Viele weitere Hinweise für Auszubildende und Berufseinsteiger gibt es unter: