Wenn der Frühling in der Luft liegt, die Blumen hervorkommen und die Vögel Zwitscherkonzerte veranstalten, dann stehen alle Zeichen auf Neustart. Wie die Natur sich für die neue Jahreszeit so richtig herausputzt, so nutzen auch wir Menschen diesen Zeitpunkt, um unser Zuhause auf Vordermann zu bringen und zu putzen.

Ob man den jährlichen Frühjahrsputz als Last oder Lust ansieht, ist reine Einstellungssache. Denn mit etwas Planung, den richtigen Materialien und vor allem einer positiven Haltung kann das Großreinemachen als Auftakt in die frische Saison richtig Spaß machen. Entweder nimmt man sich einen festen Tag vor oder wartet ab, bis die Frühjahrssonne die Lebensgeister weckt – und man von ganz alleine Lust bekommt.

Frau macht Regal sauber

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Wer sein Zuhause in Ordnung bringt, tut auch etwas für das seelische Wohlbefinden.

Mit guter Laune Haushaltspflichten verrichten

Das Aufräumen und Putzen der Wohnung muss dabei durchaus nicht als lästige Pflicht empfunden werden, sondern kann auch zur Entspannung dienen. Man räumt nicht nur das Haus und die Wohnung, sondern auch die Gedanken auf und bringt mit Routine Ruhe in den Geist. So schafft der alljährliche Frühjahrsputz Klarheit - innen genauso wie außen. Dann geht's mit guter Laune ans Werk.

Die richtige Musik steigert die gute Laune sogar noch, da darf gerne laut aufgedreht und mitgesungen werden.

Dann fehlen nur noch die passenden Produkte und ein guter Plan. Am Anfang steht die individuelle Checkliste. Zur Vorbereitung gehört auch, vorhandene Produkte zu prüfen und fehlende zu besorgen. Reiniger gegen Kalk am Spülbecken, im Bad und WC sowie gegen Fettschmutz in der Küche sollten ebenso einsatzbereit sein wie Pflegemittel für Böden und Möbel und Utensilien wie Tücher, Eimer oder Bürsten. Was ist vorhanden, was fehlt?

Was brauche ich zum Frühjahrsputz?

Hilfreiche Produkte sind

Zudem sind die richtigen Utensilien erforderlich:

  • kleine 5-Liter- und große 10-Liter-Eimer
  • Putzlappen
  • Staubtücher
  • Schwämme
  • Bürsten
  • Bodentücher und Schrubber oder Wischsystem.

Das alles in fröhlichen Farben zaubert so manchem Putzmuffel ein Lächeln ins Gesicht. Angenehm duftende Produkte wiederum, das kennt man vom Wäschewaschen, beflügeln den Geruchssinn.

Systematisch vorgehen beim Frühjahrsputz: Zuerst planen, dann aufräumen, dann putzen

Vor dem eigentlichen Putzen kommt die Planung: Wird lieber einen Raum nach dem anderen gesäubert oder sollen gleiche Tätigkeiten wie Fensterputzen oder Staubsaugen zusammengefasst und jedes Zimmer mehrmals besucht werden? Denn wo man mit dem Frühjahrsputz beginnt, bleibt den eigenen Gewohnheiten und Vorlieben überlassen. Generell gilt dabei immer: von hinten nach vorne und von oben nach unten putzen.

    Doch bevor es richtig losgeht, wird noch aufgeräumt. Also weg mit dem unnötigen Ballast! Dabei bietet sich die Gelegenheit, gründlich auszumisten: die Zeitschriften aus dem letzten Jahr, den Mantel, den man immer nochmal tragen wollte oder nicht mehr verwendbare Lebensmittel, die sich ganz hinten im Schrank verstecken. Entrümpeln vor dem Großreinemachen ist sinnvoll, denn es verschafft Überblick und erleichtert die Arbeit.

    Tipps fürs Ausmisten vor dem Putzen

    Man trennt sich von allem, was man nicht mehr benötigt. Hierbei sollte man systematisch vorgehen.

    Jedes Stück in die Hand nehmen und überlegen, ob man es noch benötigt. Dann in Kategorien sortieren

    • Verkaufen
    • Verschenken
    • Behalten

    Manche Dinge kann man auch wegwerfen (Kaputtes, was nicht in die drei Kategorien passt). Alles, was jetzt noch übrig ist, sollte man möglichst sinnvoll sortieren und ordnen. Um den Überblick zu behalten, empfehlen sich z.B. transparente Kunststoff-Boxen

    Das große Putzen, Reinigen und Pflegen startet man schließlich am besten mit einer leichten Tätigkeit wie dem Abstauben, um in Schwung zu kommen. Gerade beim Frühjahrsputz sind vor allem versteckte Ecken nicht zu vergessen und auch mal Möbel zu verrücken, um überall hinzukommen.

    Frau beim Putzen tanzt und ist glücklich

    fizkes/iStock/Getty Images Plus

    Wenn der Frühjahrsputz erledigt ist, fühlt man sich viel besser.

    Frühjahsputz: So gehen Sie vor

    Immer von oben nach unten putzen, also zuerst die Oberflächen, dann die Böden.

    • Oberflächen: Abstauben, ggf. feucht wischen oder mit speziellen Reinigern behandeln, bestimmte Materialien wie Leder oder Echtholz danach mit Pflegemittel behandeln.
    • Fenster & Türen: Bei der Fensterreinigung werden zuerst die Beschläge und Dichtungen überprüft und gesäubert, anschließend die Rahmen und schließlich die Scheiben. Auch die Türen nicht vergessen!
    • Böden: Zunächst ggf. groben Dreck wegkehren, dann saugen (oder nur saugen, je nach Verschmutzungsgrad). Dann erst nass reinigen, je nach Material ist auch hier eine Schicht Pflelgemittel angebracht (z.B. Parkett, bestimmte Steinböden).

    Noch mehr Tipps rund ums Putzen:

    An die Seele denken

    Seien wir ehrlich, gründliches Putzen bereitet den wenigsten von uns Freude. Aber das Hochgefühl, in einer sauberen Umgebung zu entspannen, entschädigt für die vorherigen Strapazen. Man sollte versuchen, nicht alles auf einmal sauber zu machen, sondern sich einzelne Projekte vorzunehmen, wie etwa das Badezimmer. So erreicht man immer wieder Zwischenziele, das motiviert zusätzlich.

    Auch unsere Seele möchte gerne von Ballast befreit werden. Wenn möglich sollte man an die frische Luft gehen und Licht und Sonne tanken. Richtet man sich nach den gebotenen Empfehlungen und Regeln, hilft das nicht nur dem Immunsystem, sondern auch der Stimmung.

    Frühjahrsputz als Familien-Event

    Manche fühlen sich beim Putzen zudem in Gesellschaft wohl. Gelingt es, die Unterstützung durch die Familie zu gewinnen, kann man sich bei der anschließenden Belohnung – ob Kaffee und Kuchen oder ein Glas Sekt für die Erwachsenen – gemeinsam an der geschaffenen Ordnung erfreuen.