Expertin Catherine Frimmel verrät, welche Produkte man für eine DI-Maniküre benötigt: „Für die DIY Maniküre eignet sich am besten eine Feile mit einer groben und einer feineren Seite. Außerdem ein pflegender Überlack und ein Culticle Remover Gel. Dieses ist diviskos, löst effektiv und schonend verhornte Nagelhaut und beugt dem Einreißen vor.“

Richtig feilen

Bevor es aber ans Feilen und Lackieren geht, ist ein sanftes Bad mit einem hautpflegenden Reinigungsöl für die Hände empfehlenswert. Dadurch wird die Nagelhaut weich und lässt sich leichter zurückschieben. Nach dem Bad die Hände sorgfältig abtrocknen. Nun kommt die Nagelfeile zum Einsatz. Dabei ist es wichtig, immer nur in eine Richtung zu feilen. Zuerst werden mit der groben Seite die Nägel etwas gekürzt und anschließend mit der feinen Seite schön in Form gebracht. Überschüssige Nagelhaut nun sanft zurückschieben oder mit einer speziellen Nagelhautschere entfernen. Jetzt sind die Nägel bereit für den „Anstrich“.

Tipp: Wenn man sich nun für eine Farbe entschieden hat, werden die Nägel zuerst mit einem Unterlack lackiert. So wird der Nagel vor Verfärbungen geschützt. Dann folgen zwei Schichten Farbe und zu guter Letzt wird alles mit einem Top Coat versiegelt, wodurch der Lack vor dem Abblättern geschützt wird.

Doch Fingernägel brauchen nicht nur hin und wieder etwas Pflege. Am besten schenkt man ihnen täglich etwas Aufmerksamkeit. So fallen Veränderungen schneller auf. Viel Kontakt mit Wasser, Reinigungs- und Lösungsmitteln, kann zu brüchigen und spröden Nägeln führen. Auch das dauerhafte Tragen von Schutzhandschuhen belastet Hände wie Fingernägel. Dr. Simone Presto empfiehlt daher: „Jeder, der seine Hände viel belasten muss, sollte nicht nur die Haut, entsprechend schützen und pflegen, sondern auch die Nägel berücksichtigen: tagsüber das Pflegeprodukt, z.B. eine Handcreme, auch auf die Nägel verteilen und sanft einmassieren.“

Bei täglicher Verwendung können Handcremes eine wirkungsvolle Hilfe sein, die Hautbarriere zu unterstützen.

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Eine Handcreme schützt auch spröde Nägel.

Wer abends auch noch etwas Zeit hat, um sich der Hand- und Nagelpflege zu widmen, kann vor dem Schlafengehen ein Hautpflegeöl auftragen, sanft einmassieren und über Nacht einwirken lassen. Auch eine Keratin-Kur ist empfehlenswert. Wenn man ein paar Tropfen davon sanft in die Nagelwurzel einmassiert, wird die Nagelplatte gestärkt und widerstandsfähig. Auch spröde Naturnägel können so wieder aufgebaut werden. Allerdings sind spröde Nägel auch oft ein Anzeichen von Mangelerscheinungen von Vitaminen oder Spurenelementen im Körper. Anna Tersteeg: „Hier können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Besonders wichtig sind verschiedene B-Vitamine und die Spurenelemente Zink, Kieselerde und Bierhefe.“

Warmes Fußbad zum Auftakt

Nach der Maniküre geht es an die Pediküre. Zur Vorbereitung empfiehlt Catherine Frimmel ein warmes Fußbad mit pflegenden Substanzen. Dieses kann mit einem milden Fußpeeling abgerundet werden. „Im Anschluss wird dann die überschüssige Nagelhaut mit pflegendem Nagelhautentferner entfernt.“ Zudem ist es wichtig, die Zehennägel regelmäßig mit einem Nagelhautöl einzucremen. Zu guter Letzt, um wirklich mit schönen Füßen zu glänzen, muss noch die überschüssige Hornhaut mit einer speziellen Hornhautfeile entfernt werden. Zum Kürzen der Zehennägel verwendet man am besten einen Nagelknipser oder eine spezielle Nagelhautschere.

Ein Fall für den Podologen

In besonderen Fällen ist es aber auch ratsam, einen Podologen aufzusuchen. Anne Tersteeg erläutert, wem sie den Besuch bei der medizinischen Fußpflege empfiehlt: „Diabetiker oder Patienten mit Durchblutungsstörungen sollten ihre Füße von Podologen pflegen lassen, da bei diesen vermehrt ein diabetisches Fußsyndrom vorliegen kann.“

Aber auch bei Fehlstellungen an Fuß und Zehen, Nachbehandlungen von Operationen an den Füßen oder bei Hauterkrankungen wie Psoriasis sollte ein Podologe die Füße pflegen. Ebenso bei Pilzinfektionen ist ein Besuch bei der medizinischen Fußpflege unabdingbar. „Auch die Einnahme von Medikamenten wie z.B. Blutverdünner sollten die Betroffenen davon abhalten, selbst an ihren Füßen zu manipulieren und sich durch Fehler in der Nagelpflege gravierende Schäden zuzufügen“, erklärt Dr. Simone Presto. Eine professionelle Fachkraft zeichnet sich durch den „Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V.“ aus.