Haustiere fördern die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern. Doch nicht alle können und wollen die Verantwortung für einen Hund oder eine Katze übernehmen. Vergleichsweise geringere Ansprüche haben Zierfische. Wenn die schillernden Wasserbewohner im Aquarium oder Gartenteich ihre Bahnen ziehen, bringen sie den Kleinen nicht nur ein Stück Natur näher und tragen zu deren Entspannung bei. Die Haltung und Pflege der Salmler, Zwergbuntbarsche und Co. schulen auch das Verantwortungsgefühl und Pflichtbewusstsein ihrer Besitzer.

Oxydator im Aquarium

djd/Söchting Biotechnik

Ob im Gartenteich oder im Aquarium: Ausreichend Sauerstoff im Wasser ist für Zierfische und Pflanzen lebensnotwendig und hält das Feuchtbiotop in seinem Gleichgewicht.

Technische Ausstattung

Die Einsteigeraquarien umfassen rund 60 bis 300 Liter, wobei die Wasserwerte in einem größeren Becken eher konstant bleiben. Der Gartenteich sollte mindestens 500 Liter Wasser führen und an einer Stelle wenigstens einen Meter tief sein, damit die Fische in der kalten Jahreszeit problemlos überwintern können. Ein Filter sorgt für eine konstante Wasserumwälzung und fördert den Gasaustausch.

Auch andere nützliche Helfer wie Oxydatoren, die ganz ohne Stromzufuhr und Kabel arbeiten, tragen zu seiner guten Sauerstoffversorgung im heimischen Feuchtbiotop bei. Sie verhindern zudem die ungeliebte Algenwucherung. Die Geräte, die es im Fachhandel in unterschiedlichen Größen gibt, enthalten eine spezielle Wasserstoffperoxidlösung, die im Wasser von einem Katalysator ausgetrieben wird. An der Spezialkeramik des Behälters spaltet sich die chemische Verbindung in Wasser und aktivierten Sauerstoff auf. Dieser verteilt sich viel schneller als seine gelöste Form bis in die tiefen Bodenschichten vom Gartenteich oder Aquarium.

Feste Wasser-pro-Zentimeter-Regeln

Nicht nur ausreichend Luft zum Atmen und Nahrung sind für Zierfische wichtig, sondern auch genügend Platz. Faustformeln gehen bei Fischen mit einer Endgröße bis zu vier Zentimetern von einem Liter Wasser je Zentimeter Fisch aus. Dies erhöht sich bei Fischen mit einer Endgröße von bis zu acht Zentimetern auf zwei Liter Wasser pro Zentimeter Fisch und bei einer Endgröße bis zu 15 Zentimetern auf drei Liter.

Werden ein paar Grundregeln beachtet, lässt sich das feuchte Element im Wohn- und Kinderzimmer oder im Garten mühelos in seinem Gleichgewicht halten. Auch die Fütterung der Wasserbewohner ist denkbar einfach, denn dank Futterautomaten ist dafür inzwischen sogar kein menschlicher Helfer, beispielsweise in Urlaubszeiten, mehr nötig. Die Geräte geben mithilfe einer eingebauten Zeitschaltuhr stets zur gleichen Tageszeit die individuell abgefüllte Menge an Futter ab.

Süß- oder Meerwasser?

Zwischen einem Meerwasseraquarium und einem Süßwasseraquarium gibt es Unterschiede. Dank technischer Lösungen sind Meerwasseraquarien mittlerweile auch für Einsteiger geeignet - sie sind allerdings etwas teurer und müssen größer und tiefer sein.