Die letzten Tomaten sind gepflückt und die Beete und Balkonkästen liegen brach. Für viele Hobbygärtner*innen ist im Herbst und Winter die Erntezeit vorbei. Doch das muss nicht sein. Auch wenn die Tage kürzer und die Temperaturen niedriger werden, können Hobbygärtner*innen Gemüse noch im Freien ziehen. Der BUND gibt einen Überblick, was möglich ist.

Im Herbst anbauen: Feldsalat

Feldsalat, auch Ackersalat oder Kleine Rapunzel genannt, wächst auch bei kühleren Temperaturen noch gut. Er sollte aber bei mildem Wetter gesät werden, denn die Samen brauchen erstmal ein paar Tage Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad, um zu keimen. Ist der Herbst warm, kann er noch im frühen Winter geerntet werden. Sonst ist Erntezeit eher von Januar an. Diese Salatsorte verträgt auch leichten Frost, allerdings sollten die Blätter nicht geerntet werden, solange sie gefroren sind, denn sie fallen sonst welk zusammen. Wird es sehr kalt, sollte der Salat am besten mit einer schützenden Schicht abgedeckt werden, zum Beispiel aus Zweigen oder mit einem Vlies. Der Feldsalat ist wegen seines Vitamingehalts und seiner Mineralstoffe eine der nährstoffreichsten Salatsorten. Er ist besonders reich an Provitamin A wie zum Beispiel Beta-Carotin, Vitamin C und Eisen.

Feldsalat ist eine der nährstoffreichsten Salatsorten.

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Feldsalat ist eine der nährstoffreichsten Salatsorten.

Winter-Kopfsalat

Der Winter-Kopfsalat wird im Herbst gesät, bleibt den Winter über auf dem Beet stehen und wird im April und Mai geerntet. Wer die Köpfe im Winter mit einem Vlies zudeckt, muss mit der Ernte nicht bis zum Frühjahr warten. Die Setzlinge werden in kleinen Töpfen vorgezogen und bis Ende Oktober ins Freiland gesetzt. Mit Ausnahme von Vitamin A enthält Kopfsalat im Vergleich zu anderem Gemüse wenig Vitamine.

Winterpostelein

Winterpostelein oder Winterportulak ist sehr unkompliziert und hält auch Minus-Temperaturen gut aus, ohne zu erfrieren. Bei vier bis acht Grad Celsius wächst er sogar noch. Er kann von September bis Februar ausgesät werden. Erntezeit ist nach etwa acht Wochen. Er ist reich an Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen und kann als Salat oder Gemüse gegessen werden. Beliebt ist er auch als Smoothie-Beigabe.

Spinat

Der kälteliebende Spinat verträgt sogar Frost und ist daher ideal für eine Herbstaussaat. Auch hier gilt aber, dass die Samen nun so schnell wie möglich und bei mildem Wetter in den Boden sollten. Bereits nach sechs bis acht Wochen können die ersten Blätter geerntet werden. Spinat enthält viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Eisen Kalzium und Folsäure.

Wintererbse

Die Wintererbse wird im Herbst gesät und im Mai geerntet. Sie verträgt Frost und übersteht den Winter im Freien gut. Das heißt, Hobbygärtner*innen können sich schon über frische Erbsen freuen, wenn andere Erbsensorten noch ganz klein sind. Erbsen sind reich an Eiweißen und Vitaminen – vor allem an B1 und B2.

Wintersteckzwiebel

Wer jetzt Wintersteckzwiebeln pflanzt, kann den ganzen Winter über frisches Zwiebelgrün zum Kochen ernten. Die Zwiebeln selbst kann man im Frühjahr ausgraben und essen. Sie enthalten viele Vitamine, Kalium und Schwefel.

Knoblauch

Auch Knoblauch verkraftet Kälte gut. Wird er im Herbst in den Boden gesteckt, bildet er bis ins Frühjahr große Zehen. Neben Vitaminen enthält Knoblauch Allicin und Ajoen, die leicht blutverdünnend und blutdrucksenkend wirken.

Gemüsevielfalt im Herbst

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