Wein ohne Alkohol aber mit dem vollen Geschmack der jeweiligen Rebsorte? Das ist immer noch eine ganz schön große Herausforderung. Christina Claus, Jörn und Lars Walkling stellen sich dieser Aufgabe nun schon seit über drei Jahren. Mit Erfolg, kann man durchaus sagen, denn Riesling, Cabernet & Co. aus dem Hause Goodvines sind gefragt und ganz groß im Kommen.

Viele Gründe

Die Gründe dafür sind vielfältig: Egal ob Frauen, die während der Schwangerschaft nicht auf das Geschmackserlebnis verzichten möchten, Menschen, die aufgrund von Krankheit auf Alkohol verzichten müssen, Menschen, die beim Restaurantbesuch trotz Auto ihr Gläschen Wein trinken möchten oder solche, die einfach bewusster und gesünder leben wollen: Die Nachfrage nach alkoholfreiem Wein steigt stetig, und seit die Technik hier auch endlich vorzeigbare Ergebnisse möglich macht, ist der Boom da.

Alternativen gesucht?

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Nein zum Wein? Alkohol und Schwangerschaft vertragen sich nicht. Viele Frauen möchten dennoch nicht auf den Geschmack verzichten - alkoholfreier Wein ist da eine echte Alternative.

So natürlich wie möglich

Eine Schnapsidee war das Ganze also sicherlich nicht, als Jörn Walkling mit ein paar Freunden 2018 auf die Idee kam, alkoholfreien Wein herzustellen. Ein Zufall hatte ihn in ein Weinlabor geführt, wo der Abfüller gerade einen alkoholfreien Wein in die Flasche brachte. Das können wir auch, meinten Walkling und seine Kollegen – und zwar ganz ohne zusätzliche Aromen. „So natürlich wie möglich“, erklärt Walkling.  Sieben Monate tüftelten sie an der Rezeptur und brachten schließlich den alkoholfreien Riesling auf den Markt, der auch heute noch das Sortiment der Heidelberger bereichert.

Weinberg: Reben
Am Anfang steht die Traube: Auch alkoholfreier Wein ist natürlich in erster Linie ein Naturprodukt.

Simpel aber knifflig

Das Prinzip ist zwar eigentlich simpel, dennoch ist die Herstellung von alkoholfreiem Wein eine Herausforderung. Die Grundlage ist ein guter, aromareicher Wein, idealerweise mit wenig Alkohol. Im Entalkoholisierer wird dieser auf rund 30°C erwärmt, der Alkohol verdampft und wird im Vakuum entzogen – ganz ähnlich wie bei einem Dampfkochtopf.  Eine spezielle Membran sorgt dafür, dass die im Alkohol enthaltenen Aromastoffe erhalten bleiben, so bewahrt der Wein seinen authentischen Geschmack. Alkoholfrei: das heißt hier wirklich 0,0 Prozent.

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Dass das Ganze dennoch nicht mehr hundertprozentig nach Wein schmeckt, weiß Walkling natürlich auch. Das hindert ihn dennoch nicht daran, geschmackstechnisch so nahe wie möglich ans Original zu kommen: „Mein Ziel wäre, dass du zwei Gläser vor dir stehen hast, eines mit, eines ohne Alkohol, und du nicht mehr rausschmeckst, welches was ist.“ Für ein authentisches Geschmackserlebnis verfeinert Goodvines die Weine mit der natürlichen Süße des Traubenmosts der jeweiligen Rebsorte, beim Sparkling Riesling kommt ein Schuss Kohlensäure zum Einsatz – allerdings etwas weniger als bei einem Secco oder Sekt.

Regional

Selbst Corona konnte dem aufstrebenden Start Up letztendlich nicht in die Parade fahren, auch wenn sich die ersten Monate durchaus schwierig gestalteten. Mit dem Einstieg von Jörns Bruder Lars nahm das Geschäft noch einmal zu: Lars Walkling lebt in Miami und seitdem erschließt Goodvines auch den US-amerikanischen Markt. Die Nachfrage dort ist groß. Auf Nachhaltigkeit und Regionalität möchte man dennoch nicht verzichten: „Wir lassen alles in der Pfalz produzieren, und auch unsere Weine kommen von dort. Da wir aus Heidelberg kommen, hätte ich perspektivisch gerne auch Wein von hier, doch die Felder sind eben klein. Aber wir haben mit der Pfalz ja die besten Weine in Deutschland vor der Tür.“

In der Tat: Ob Riesling oder Cabernet, die sonnenreiche Pfalz ist ein Garant für aromatische Weine, und die braucht es schließlich auch für einen guten Alkoholfreien. Und der Ritterschlag ist ja ohnehin der, wenn die in der Hinsicht sehr verwöhnten Pfälzer wohlwollend im Urteil sind. Jörn Walkling erzählt: „Ich war in der Pfalz auf einem großen Weinfest und habe da ausgeschenkt. Zuerst hieß es bist du verrückt, wie kannst du nur?  Aber alle haben probiert und waren begeistert.“

Goodvines: alkoholfreier Wein aus Heidelberg

Goodvines

Der Vorteil an einem alkoholfreien Wein: Man kann ihn auch als Basis für einen Cocktail oder einen Longdrink nehmen.

Variabel

Ein weiterer Vorteil: Während man einen Wein in der Regel als solchen trinkt, sind die Möglichkeiten für einen alkoholfreien Wein ungleich größer: „Es gibt einfach mehr Möglichkeiten. Riesling, einen Spritzer Zitrone, das Ganze auf Eis - das schmeckt schon wieder ganz anders“, erklärt Jörn Walkling. Mit dem Heidelberger Barkeeper Angelo Martinelli verbindet Goodvines eine lange Freundschaft. Seine Cocktailkreation mit dem Riesling, Kirscharomen und Wodka kam bei einem Berliner Contest so gut an, dass am Ende Platz zwei stand. Auch sonst zeichnet Vielseitigkeit die Produktpalette aus – mit dem Aperitiv Guubii verbinden die Goodvines-Macher ihren Riesling mit einen Pfälzer Rotweinessig.

Und da auch bald wieder kältere Tage anstehen und die Glühweinsaison vor der Tür steht: Auch den gibt’s im Hause Goodvines – natürlich – alkoholfrei. Da kann der nächste Weihnachtsmarkt kommen.

Goodvines: GlühVine

Goodvines

Weihnachtsmarkt-Feeling ohne Alkohol? Mit GlühVine hat sich Goodvines auch hier was ausgedacht.

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