Mein kleiner grüner Kaktus

„Wir Deutschen haben eine Vorliebe für Zimmerpflanzen, das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern“, berichtet Interior-Designerin Sandra Schwertfeger. Und das hat einen guten Grund: Die kleinen und großen Gewächse setzen nicht nur Farbakzente und helfen dabei, die Wohnungseinrichtung aufzulockern, sondern sorgen auch für ein angenehmes Raumklima.

Pflanzen sind wahre Alleskönner: Sie spenden Sauerstoff und helfen insbesondere in der kalten Jahreszeit, die trockene Heizungsluft zu kompensieren. Außerdem geben die grünen Mitbewohner im Gegensatz zu technischen Imitaten Feuchtigkeit ganz ohne Keime in die Raumluft ab. „Wir behalten die Natur mehr denn je im Auge und schätzen ihre Heilkraft für Körper und Geist“, so die Designerin.

Der passende Mix für Jedermann

Nicht nur dank der Zimmerpflanzen sind Blumen in den Räumen zu finden. Durch den aktuellen Art-Déco-Stil entsteht ein Muster-Mix, in dem auch florale Elemente eingebunden sind. Wer stiltechnisch die Nase vorne haben möchte, muss allerdings nicht gleich die komplette Wohnung neugestalten, wie Sandra sagt: „Mit Deko-Objekten wie einem Spiegel, einer Lampe oder einem Beistelltisch lässt sich der Trend einfach umsetzen. Auch mit Wohntextilien wie Kissenbezügen, Teppichen oder Bettwäsche lässt er sich mit wenig Aufwand in die bereits vorhandene Einrichtung integrieren.“

Muster-Mix mit floralen Elementen

KatarzynaBialasiewicz/iStock/Getty Images Plus

Bei den Materialien dürfen edle Metalle wie Chrom und Edelstahl nicht fehlen. Diese Elemente finden sich an Art-Déco-Schmuck und -Kleidungsstücken genauso wie an Schränken, Gläsern und Wandornamenten wieder und erzeugen eine gewisse Sinnlichkeit in der Einrichtung. Mit einer Symbiose aus Handwerk, Design, Hightech und Kunst präsentiert sich das Material auf den internationalen Möbelmessen.

Vom Catwalk ins Zuhause

Doch wie kommen die Trends in die eigenen vier Wände? Oft führt der Weg über den Catwalk. „Was in Mode- und Fashionwelt angesagt ist, taucht nach spätestens ein oder zwei Jahren in den Wohnungen auf“, verrät die Country Interior Design Managerin. Dabei setzen sich die Trendströmungen in der heute schnelllebigen Zeit bis auf kleinere kulturelle Anpassungen global durch.

Das kann ganz schön verwirren. „Dadurch, dass alles möglich ist und Trends oftmals parallel laufen, hat man das Gefühl, dass nichts wirklich Bestand hat. Aber das ist auch das Spannende: Die vielen verschiedenen Möglichkeiten, sein Zuhause zu gestalten und seine Persönlichkeit immer wieder neu zu erfinden“, erklärt die Expertin. Viele Menschen konzipieren ihre Wohnumgebung nach ihren aktuellen Lebensphasen, situativen Bedürfnissen und Einstellungen.

„Erlaubt ist, was gefällt“, sagt Sandra. Ich finde, sie hat damit recht. So hat jeder die Chance, seinen Stil neu zu erfinden und vielleicht auch mal wieder etwas anderes in der Einrichtung auszuprobieren. Viel Freude beim Kombinieren!