Modernisierung ist wirtschaftlich

Allein schon aus rein wirtschaftlichen Gründen ist eine Modernisierung sinnvoll: Mit einem Austausch des alten Heizkessels können die Heizkosten um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Alte Kessel sind aber nicht nur unwirtschaftlich was den Energieverbrauch betrifft, sie sind auch anfälliger für Störungen. Ein neuer Heizkessel dagegen sorgt zuverlässig und komfortabel für Wärme und erspart dem Besitzer kostenaufwändige Reparaturarbeiten.

 

Kriterien für den Austausch eines alten Heizkessels

Folgende Kriterien zeigen an, dass der Austausch des alten Heizkessels sinnvoll ist:
- Es handelt sich um einen Wechsel- oder Umstellbrandkessel mit konstant hoher Kesselwassertemperatur.
- Der Heizkessel ist deutlich zu groß dimensioniert.
- Die Anlage verfügt über keine ausreichenden Regelungsmöglichkeiten (z.B. keine Nachtabsenkung).
- Die Abgasverluste nach der 1. BImSchV werden nicht eingehalten (Messprotokoll des Schornsteinfegers).
- Der Jahresbrennstoffverbrauch liegt über 15 bis 20 Liter Öl bzw. Kubikmeter Gas pro Quadratmeter Wohnfläche.
- Der Heizkessel ist schlecht isoliert, dadurch wird der Aufstellungsort erheblich aufgeheizt (hohe Oberflächenverluste).

Austauschpflicht

Der Austausch eines alten Heizkessels ist nicht nur wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, er ist in vielen Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben:

Bereits seit 1. November 2004 müssen Öl- und Gaskessel strengere Grenzwerte für Abgasverluste einhalten. Die 1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) schreibt für Heizkessel im Einfamilienhausbereich (Heizleistung bis zu 25 Kilowatt) einen maximalen Abgasverlust in Höhe von elf Prozent vor. Nicht wenige Haushalte sind daraufhin vom Schornsteinfeger mit der Nachricht konfrontiert worden, dass unzulässig hohe Abgaswerte vorliegen - und haben erst einmal nicht reagiert. Was aber passiert jetzt nach Ablauf der Frist, wenn die Heizung die zulässigen Grenzwerte nicht einhält? Der Verstoß gegen diese Auflage stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro geahndet werden kann. Höchste Zeit also, sich um eine Heizungsmodernisierung zu kümmern.

Denn auch die nächste Frist steht bereits ins Haus: Die Energie-Einsparverordnung (EnEV) schreibt bis Ende 2006 einen Austausch nahezu aller Kessel vor, die vor 1978 eingebaut wurden. Also auch wenn die Abgaswerte der BImSchV noch erfüllt werden, muss in vielen Fällen gehandelt werden. Ab 2006 wird außerdem ein so genannter Energiepass erforderlich für alle Gebäude die vermietet oder verkauft werden sollen. Dort ist dann die energetische Qualität des Gebäudes dokumentiert - ein Argument mehr, in moderne Heiztechnik zu investieren und damit den Wert der Immobilie langfristig zu sichern.

Entscheidungshilfe

Bei der Modernisierung ist Brennwerttechnik die erste Wahl für den neuen Heizkessel. Denn die Brennwerttechnik holt aus Öl oder Gas das Maximum an Wärme heraus. In der Regel ist es sinnvoll, bei Einbau eines neuen Heizkessels eine Solaranlage für die Trinkwassererwärmung vorzusehen, da so die Heizkosten noch weiter gesenkt werden können und gleichzeitig die Umwelt entlastet wird. Wichtig: Wenn alle Komponenten der neuen Heizungsanlage aus einer Hand stammen und vom Hersteller bereits aufeinander abgestimmt sind, ist die Installation besonders zeitsparend und damit kostengünstig, die Bedienung ist einfach und die Energieeinsparung fällt besonders hoch aus.

So bietet zum Beispiel der Heiztechnik-Hersteller Viessmann ein mehrstufiges Komplettprogramm heiztechnischer Systeme mit perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten aus einer Hand. Die Vielfalt des Komplettprogramms, technisch und preislich differenziert nach den Stufen 100, 200 und 300, sorgt dafür, dass für jeden Bedarf und für jedes Budget die richtige Lösung zur Verfügung steht.