Kitten brauchen eine besonders reichhaltige und hochwertige Nahrung. Zum einen befinden sie sich im Wachstum und brauchen dafür reichlich Energie in Form von tierischem Protein (Eiweiß) und Fettsäuren. Ihr Mineralien- und Vitaminbedarf muss auch an den Wachstumsprozess angepasst sein. Zum anderen entdecken kleine Katzen mit viel Elan ihre Welt, auch dafür brauchen sie gute Energiespender. Mit zunehmenden Alter verändern sich Lebensrhythmus und Stoffwechsel der Katze. Eine Seniorkatze hat andere Ansprüche an ihre Nahrung als ein junger Hüpfer. Aus gesundheitlichen Gründen ist es sinnvoll, auch bei der Ernährung gezielt auf die Bedürfnisse ältere Katzen einzugehen.

Zwei Katzen lernen sich kennen

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Junge Katzen haben andere Ansprüche ans Futter als ältere.

1. Ernährung von Kitten

Wenn ein Kitten auf die Welt kommt wiegt es rund 100 Gramm oder weniger, das Geburtsgewicht steht in Relation zur Größe des Wurfes. Je größer der Wurf, umso geringer ist meist das Gewicht der einzelnen Kitten. Als erwachsene Katze bringt ein Kitten je nach Geschlecht, Größe und Rasse drei bis acht Kilogramm auf die Waage. Vor allem im ersten Lebensjahr vervielfachen Katzen ihr Körpergewicht.

Kittenfutter – Ja oder nein?

Bei der Ernährung von Kitten gibt es zurzeit mindestens zwei unterschiedliche Philosophien:

Die eine folgt der natürlichen Ernährung von wildlebenden Katzen. Hier erhalten Kitten das gleiche hochwertige Futter wie die erwachsenen Tiere, da es in der freien Wildbahn schließlich ebenfalls keine spezielle Nahrung für Jungkatzen gibt. Die zweite Philosophie stützt sich auf Forschungsergebnisse der Futtermittelindustrie, die für Kitten andere Referenzwerte angesetzt hat als für erwachsene Katzen.

Fütterungsmenge

Die meisten Katzen verfügen über eine natürliche Bremse bei der Nahrungsaufnahme, außer sie haben in ihrer Sozialisierungsphase (1. bis 8. Lebenswoche) etwas anderes beigebracht bekommen. Da kleine Katzen viele kleinere Mahlzeiten am Tag benötigen, weil ihr Magen noch nicht so groß ist, empfehlen viele Fachleute eine ad libitum-Fütterung; hierbei haben die Katzen den ganzen Tag Futter zur freien Verfügung. So ist auch während der menschlichen Abwesenheit eine ausreichende Fütterung gewährleistet. Problematisch kann dies bei der Fütterung von Nassfutter im Sommer werden, da die Möglichkeit besteht, dass Fliegen und anderes Getier angelockt werden. Hier ist die Nutzung eines Futterautomaten oft hilfreich.

Wenn Kittenfutter - welches ist am Besten?

Wenn man sich entschließt, seine Kitten mit Kittenfutter groß zu ziehen, findet man einige Marken im Handel. Wichtig ist, dass man sich nicht auf eine einzelne Marke beschränkt. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen kann man durch den Wechsel verschiedener Marken sicherstellen, dass die Katzen lernen, verschiedene Sorten und Konsistenzen zu fressen. Bekannterweise sind Katzen ja neophob, sie stehen neuen Dingen demnach sehr kritisch gegenüber. Wenn die Samtpfote aber als Kitten schon verschiedene Futter kennengelernt hat, fällt der Wechsel später ebenfalls leichter. Es kann immer der Punkt kommen, dass eine Futtersorte nicht mehr gefüttert werden kann - sei es wegen einer Unverträglichkeit oder einfach, weil diese Sorte nicht mehr hergestellt wird. Gut, wenn die Katze dann nicht nur auf ein Futter "eingefahren" ist.

Ein weiterer Grund für die Fütterung von Katzennahrung verschiedener Hersteller ist die Supplementierung der Rohwaren. Auch hochwertige Katzenfutter benötigen einen Mineralstoff-Zusatz, und dieser fällt bei jedem Hersteller geringfügig anders aus. Mit dem Wechsel der Futtersorten beziehungsweise -hersteller stellen Sie also auch sicher, dass das Kitten und später die ausgewachsene Katze alle Nährstoffe bekommt, die sie benötigt. Mehr zum Thema Futterumstellung bei Katzen lesen Sie auch hier.

Napf und nach Futter bettelndes Katzenbaby

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Man sollte die Katze an verschiedene Sorten von Katzenfutter gewöhnen.

2. Ernährung von Seniorkatzen

Ab wann spricht man von Seniorkatzen?

Auf diese Fragen gibt es verschiedene Antworten, je nachdem, wem man diese Frage stellt. Eine vorherrschende Antwort der Futtermittelindustrie lautet: ab dem 8. Lebensjahr. Die Begründung hierfür ist auch nicht ganz falsch, ältere Katzen brauchen hochwertiges tierisches Protein (Eiweiß), weil dieses leichter verdaulich ist und somit weniger schädliche „Abfallstoffe“ produziert, die der Körper entgiften muss. Andererseits ist das ein Widerspruch in sich, da eine Katze, die ihr ganzes Leben lang hochwertig ernährt wurde, mit 8 Jahren noch lange nicht den Stoffwechsel einer Seniorkatze hat.

Katzen- und Menschenalter

Man sagt, dass eine Katze von einem Jahr ungefähr einem 15-jährigen Menschenjugendlichen entspricht, eine dreijährige Katze einem 28-jährigen jungen Erwachsenen, eine 6-jährige Katze wäre als Mensch ungefähr 40, mit 14 Jahren wäre die Katze dann ein 72-jähriger rüstiger Senior und mit 20 Jahren etwa 90 Menschenjahre alt.

Einen Menschen mit 48 Jahren würde man noch nicht Senior nennen. Wobei natürlich auch die Lebensumstände der Katze eine große Rolle spielen. Wenn Ihre Katze annährend artgerecht gehalten wird, nicht unterfordert oder gelangweilt ist und schon immer gut ernährt wurde, kann man sie mit 8 Jahren wirklich noch nicht als Senior bezeichnen. Glückliche, zufriedene und gesunde Katzen bleiben fast ihr ganzes Leben lang neugierig und verspielt. denn letztendlich ist auch Ihre Katze nur so alt, wie sie sich fühlt!

Welches Futter für Seniorkatzen?

Für ältere Katzen ist zum Beispiel ein geringer Phosphorgehalt empfehlenswert, da Phosphor im Verdauungsprozess in Harnstoff umgewandelt und über die Nieren ausgeschieden wird, „ältere“ Nieren aber nicht mehr das gleiche Leistungsvermögen wie „junge“ haben. Auch die Verdauung wird insgesamt etwas träger. Je höherwertiger das Protein ist, desto besser verdaulich ist es.

Mehr über gesunde Ernährung für Katzen lesen Sie hier.