Eine widerstandsfähige Sicherheitsausstattung kann vor Einbrechern schützen

Langfinger mögen es, wenn die Dämmerung früh einsetzt und sie im Schutz der Dunkelheit aktiv werden können. Die meisten Einbrüche finden Polizeistudien zufolge deshalb zwischen November und März statt. In fast 80 % der Fälle verschaffen sich Einbrecher durch das Aufhebeln von Fenstern, Türen und Schiebeelementen Zutritt zum Gebäude. Oft reichen einfache Werkzeuge, um in wenigen Sekunden nach drinnen zu gelangen. Wer auf eine widerstandsfähige Sicherheitsausstattung achtet, ist jedoch vor ungebetenen Gästen geschützt und kann sich zu Hause geborgen fühlen.

Massiver Widerstand bei Aufhebelversuchen

Gerade beim Fenster, in der Regel Schwachstelle Nummer eins, kommt es auf eine gute Schutzwirkung an. Besonders wichtig sind die Beschläge, also die Komponenten, mit deren Hilfe sich die Fenster öffnen und schließen lassen. Experten empfehlen eine Ausführung gemäß der Widerstandsklasse RC2: Bei einem Aufhebelversuch bietet das Element mindestens drei Minuten lang Schutz vor Schraubenziehern, Zangen und Keilen. Danach lassen die meisten Einbrecher von ihrem Vorhaben ab. Sind die Fenster noch zu neu für einen Kompletttausch, ist auch eine Nachrüstung möglich. Die "Titan"-Beschläge von Siegenia etwa sind in den Fenstern zahlreicher namhafter Hersteller zu finden, neben der hohen Einbruchhemmung lassen sie sich leichtgängig bedienen. Ihre Wirkung verdanken sie speziellen Sicherheitsbolzen aus Stahl, die sich rund um den Fensterflügel beim Schließen im Rahmen versenken. So leisten sie bei Aufhebelversuchen massiven Widerstand.

Schwachstelle Fenster bei Einbruchversuchen

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Sicherheit für Schiebetüren und Haustüren

Auch bei Schiebetüren sind Sicherheitsbeschläge das beste Mittel gegen Einbrüche. Beim Schließen schieben sich zwei stabile Riegelbolzen auf der Griffseite in die dazugehörigen Schließbleche im Rahmen und minimieren den Spalt, den Diebe zum Ansetzen eines Hebels brauchen. Dieser Grundschutz lässt sich bis zur Widerstandsklasse RC 3 verbessern - das sind fünf Minuten, in denen sich die Täter vergeblich abmühen. Sowohl für die manuelle Bedienung der Hebe-Schiebe-Tür als auch für die bequeme Steuerung per Knopfdruck gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Für die nötige Robustheit der Haustür schließlich können Mehrfachverriegelungen aus Stahl sorgen: Bis zu vier zusätzliche Sicherheitselemente greifen beim Schließen ins Türblatt ein. Je nach Modell verriegelt sich die Tür per Schlüssel, Türdrücker oder automatisch nach dem Zuziehen.

Elektronische Zusatzsicherungen schützen

Neben mechanischer Sicherheitstechnik können auch elektronische Zusatzsicherungen vor ungebetenen Gästen schützen. Eine Öffnungs- und Verschlussüberwachung etwa verhindert, dass Fenster versehentlich nur angelehnt bleiben. Dazu werden spezielle Magnetschalter unsichtbar in das Fensterprofil integriert. Diese melden den jeweiligen Öffnungszustand und über eine zentrale Überwachungseinheit kann Alarm bei einem Wachunternehmen ausgelöst werden.