Wenn Räume monoton und langweilig wirken, fühlt sich der Mensch nicht wohl. In dieser Situation lohnt es sich, das Beleuchtungskonzept grundsätzlich zu hinterfragen. Die Grundformel, um für alle geforderten Beleuchtungssituationen gerüstet zu sein, ist eigentlich ganz einfach und dennoch eine Kunst für sich.

Funktional und flexibel

Beleuchtung muss viele Anforderungen gleichzeitig erfüllen, deswegen sollte sie möglichst funktional und flexibel gestaltet sein. So benötigt zunächst jeder Raum helle Allgemeinbeleuchtung durch Deckenleuchten oder Strahler. Für Gemütlichkeit sorgt hingegen die sogenannte Stimmungsbeleuchtung, die sich meist aus mehreren, über den Raum verteilte Lichtquellen zusammensetzt. Als Faustregel gilt: Vier bis acht Lichtquellen, die überwiegend indirektes Licht verströmen, sorgen für eine behagliche Raumausleuchtung. Ein Großteil des emittierten Lichts und die damit zusammenhängende Raumatmosphäre hängen zudem maßgeblich von der Art der eingesetzten Leuchten ab: Diese müssen nämlich nicht nur gut aussehen, sondern in ihrer Beschaffenheit so gestaltet sein, dass sie nicht blenden, das Licht vielfach brechen oder es bei entsprechendem Bedarf auch augenfreundlich bündeln können.

Leuchten: Lichtspender und Einrichtungsobjekte

Ob Tisch- oder Stand-, Decken- oder Pendelleuchte, ob schlicht oder extravagant: Leuchten sind funktionale Lichtspender und Einrichtungsgegenstände zugleich. So dienen Deckenleuchten und Einbaustrahler zunächst der Ausleuchtung des gesamten Raumes. Pendelleuchten, Wandleuchten sowie Tisch- und Stehlampen hingegen werden vorwiegend für zonale Beleuchtungseffekte eingesetzt. Eine Pendelleuchte begrenzt optisch den Bereich eines Ess- oder Couchtisches und mithilfe einer Wand- oder Tischleuchte kann ein abgelegener Teil des Raumes optimal in Szene gesetzt werden. Stehleuchten schaffen ein gemütliches Licht und erfüllen häufig gleichzeitig die Aufgabe einer Leselampe. An Formen, Farben und Designs bietet der Markt für jeden Geschmack und Stil die passende Leuchte. Doch bei aller Optik sollten Leuchten auch funktional sein. Drehbare Lampenschirme oder dimmbare Leuchten lassen sich in ihrer Helligkeit den jeweiligen Anforderungen und Stimmungen gezielt anpassen. Moderne LED-Leuchten bieten zudem die Möglichkeit farbiger Beleuchtung: Auf Wunsch können programmierte Lichtszenarien abgespielt oder der gesamte Raum in eine bestimmte Farbe getaucht werden.

Lampen: Auf das Leuchtmittel kommt's an

Auch wenn es meist in einer Fassung verschwindet, ist die Wahl des passenden Leuchtmittels elementar: Energiesparlampen sind zwar sparsam, für viele Menschen wirkt deren Lichtspektrum jedoch kalt. Ein Grund liegt darin, dass das Licht der Energiesparlampe einen erhöhten Blau-Anteil aufweist. Ähnliches gilt auch für kaltweiße LED. Deshalb sollte man bei der Auswahl von LED-Lampen vor allem auf die angegebene Lichtfarbe achten. Diese wird auch Farbtemperatur genannt und ist in Kelvin angegeben - je höher die Zahl desto blauer, also kälter ist das Licht. Eine warme Lichtfarbe liegt bei unter 3000 Kelvin. Neben ihrer Energieeffizienz können die Leuchtdioden außerdem durch ihre sehr lange Haltbarkeit punkten. Wer viel Wert auf die Farbtemperatur eines Leuchtmittels legt, kann sich alternativ auch für Halogenlampen entscheiden. Diese verbrauchen zwar mehr Energie und produzieren mehr Wärme als Energiesparlampen und LED, generieren aber in der Regel ein angenehmes Licht.