Eine kontrollierte Wohnungslüftung sorgt für ein gesundes Raumklima nach einer energetischen Sanierung. Doch damit die Lüftungsanlage energieeffizient und unauffällig Frischluft bereitstellen kann, sollte diese nach Lüftungsexperte Claus Händel vom Fachverband Gebäude-Klima (FGK) gewisse Kriterien erfüllen. Der Experte klärt darüber auf, was das Lüftungssystem können sollte und mit welchen Kosten Sanierer rechnen müssen.

Video:Kurz erklärt: Zentrale Lüftungsanlage oder dezentrale Lüftungsanlage?

Diese Kriterien sollte die kontrollierte Wohnungslüftung erfüllen

Diese Punkte sind zentral für die Leistungsfähigkeit einer Lüftungsanlage. Wenn Hausbesitzer darauf achten, können sie sicher sein, dass ihre Wohnungslüftung richtig und energiesparend arbeitet:

  • Um eine ausreichende Frischluftzufuhr zu gewährleisten, sollte die Lüftungsanlage in der Lage sein, alle zwei bis drei Stunden die komplette Raumluft einmal auszutauschen.
  • Eine optimale Energieeffizienz erreicht die Wohnungslüftung durch hocheffiziente Gleichstromventilatoren.
  • Hochwertige Lüftungsanlagen von Qualitätsherstellern sind im Betrieb sehr leise und generell schallentkoppelt.

Kosten und Energieeinsparung für verschiedene Lüftungsanlagen

Ein Überblick über die gängigen Lüftungssysteme zeigt, mit welchen Kosten Hausbesitzer kalkulieren müssen und welche Energieeinsparung die jeweilige Lüftungsanlage mit sich bringt. Die Kosten für eine Lüftungsanlage sind unter anderem abhängig von der Größe des Hauses.

  • Abluftanlage mit bedarfsgerechter Regelung:
  • Kosten: ca. 1.500 – 2.000 Euro / Energieeinsparung jährlich. 5 kWh/m²
  • Abluftanlage mit Wärmepumpe:
  • Kosten: ca. 10.000 – 13.000 Euro / Energieeinsparung jährlich 15 kWh/m²
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung:
  • Kosten: ca. 4.000 – 8.000 Euro / Energieeinsparung jährlich 20 kWh/m²
  • Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung über Wärmepumpe:
  • Kosten: ca. 10.000 – 13.000 Euro / Energieeinsparung jährlich 25 kWh.

Auch im Winter für Lüftung sorgen

Je kälter es draußen ist und je höher die Heiztemperatur eingestellt ist, desto trockener wird die Luft im Raum. Dabei hilft es auch nicht, die Fenster zum Lüften zu öffnen, denn die kalte Außenluft enthält nur sehr wenig Wasserdampf (absolute Feuchte). Diese ohnehin feuchtigkeitsarme Außenluft dringt ins Rauminnere ein, wird dort erwärmt und die relative Luftfeuchte sinkt weiter ab.

Schluss mit trockener Raumluft - Tipps zur Belüftung für gesundes Wohnklima