Das Flanieren, genießerische Schlendern ist gerade wieder sehr in Mode. Und wo könnte man diesem entspannten Freizeitvergnügen besser nachgehen als in den zahlreichen Parks und traumhaften Gärten im Land. Das Freizeitportal Lokalmatador weist den Weg zu den beliebtesten Schlossgärten in der Nähe.

Hoffentlich öffnen bald alle wieder ihre Pforten, damit wir darin lustwandeln können. Aktuelle Zahlen zu Corona finden Sie hier.

Barocke Gartenpracht

Der Südwesten ist reich an kulturhistorischen Orten von ungewöhnlicher Schönheit, zu denen insbesondere die Barockschlösser mit ihren herrschaftlichen Gartenanlagen zählen. Sie laden ein zu einem Ausflug in die Vergangenheit. Dort, wo einst Fürsten samt Gefolge lustwandelten und sich an prachtvollen Blumenrabatten, Wasserspielen und Buchsbaum-Labyrinthen erfreuten, suchen heutige Besucher Erholung vom Alltag und begeben sich gerne auf Spurensuche in die Historie ihrer Region. Dabei erfahren sie etwa, dass sich im Zeitalter des Absolutismus die Schlossarchitektur hierzulande – wie vielerorts – am Vorbild des Schlosses des französischen Königs in Versailles orientierte. Und man übernahm nicht nur die stark symmetrische Anlage der Bauten, sondern auch die ebenso gestalteten Gärten mit charakteristischen Sichtachsen und separaten Gartenräumen – eine künstlerisch geschaffene Parklandschaft zur Erbauung und zum Zeitvertreib. Architektur, Garten und Hofhaltung glichen einem Gesamtkunstwerk.

Residenzschloss Ludwigsburg mit Schlossgarten

Rolphus/E+/GettyImages

Die Gartenanlage und das Schloss Ludwigsburg entstanden nach französischem Vorbild.

Schloss- und Garten-Geschichte

In Württemberg ließ sich Herzog Eberhard Ludwig ab 1704 vor den Toren Stuttgarts eine Residenz nach dem Vorbild von Versailles errichten. Und in Rastatt tat es ihm Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden mit seinem Residenzschloss gleich. Das nach dem Herzog benannte Schloss Ludwigsburg ist eine der größten erhaltenen barocken Schlossanlagen und veranschaulicht wie kaum ein anderes Schloss das Leben bei Hofe. In Ludwigsburg sind die Gärten des „Blühenden Barock“ heute ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. Zu den bedeutendsten Parkanlagen des Absolutismus zählt aber der Garten von Schloss Schwetzingen, der Sommerresidenz des kurpfälzischen Hofes. Die Gartenanlage des 18. Jahrhunderts ist eine der weltweit besterhaltenen ihrer Art. Sie vereint streng symmetrische Elemente nach französischem Vorbild mit der Natürlichkeit eines englischen Landschaftsparks. Dies verweist bereits auf das Zeitalter der Aufklärung. Vor allem zur Kirschblüte ist der Schlosspark Besuchermagnet für ein Naturschauspiel in Rosa.

Botanischer Garten Karlsruhe

klug-photo/iStock/Getty Images Plus

Der Botanische Garten in Karlsruhe kündet noch heute von der einst fürstlichen Lust an exotischen Pflanzen.

Da kann dann auch Karlsruhe mit der alljährlichen spektakulären Magnolienblüte im dortigen Botanischen Garten mithalten. Das Markgrafenpaar Karl Friedrich und Karoline Luise war naturwissenschaftlich und botanisch hochinteressiert: Der Garten erblühte. Eine Sammlung exotischer Pflanzen fand und findet auch heute in einer historischen Glasarchitektur den passenden Rahmen und präsentiert sich den vielen Bewunderern in ihrer ganzen Pracht.

Weitere Informationen

Residenzschloss Ludwigsburg

Residenzschloss Rastatt

Schloss und Schlosspark Schwetzingen

Botanischer Garten Karlsruhe