Je mehr Licht auf ein Modul fällt, desto mehr Solarstrom wird erzeugt. Zum Einsatz kommen monokristalline (schwarze bis bläuliche Farbe) und polykristalline Photovoltaik-Module (blaue Oberfläche, typische Kristallstruktur) sowie Dünnschichtmodule. Letztere haben aber einen geringen Wirkungsgrad und lohnen sich derzeit nur für große Dachanlagen. Photovoltaik-Module aus monokristallinen Solarzellen sind teurer als polykristalline, aber durch ihre etwas höhere Leistungsfähigkeit auch für kleine Dachflächen geeignet. Polykristalline Module sind wegen des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses die derzeit am häufigsten installierten Photovoltaik-Module.

Gebäudeintegrierte Photovoltaik liegt im Trend

Polykristalline Photovoltaik-Module gibt es inzwischen auch in unterschiedlichen Farbtönen zum Beispiel in Grau, Grün oder Gold. Das kommt einem Trend entgegen: Photovoltaik wird nicht mehr nur auf dem Dach eingesetzt, aktuell sieht man auch schon großflächige Lösungen, die in die Gebäudearchitektur integriert werden wie Solarfassaden. Aber Achtung: Je heller die Farbe, desto geringer fällt die Ausbeute beim Solarstrom aus. Für die Installation auf dem Dach stehen Indach- oder Aufdach-Systeme zur Verfügung. Beide Lösungen eignen sich gleichermaßen für die Sanierung.

Kosten für eine Photovoltaik-Anlage

Die Kosten für Photovoltaik-Module sind in den vergangenen Jahren stark gesunken. Für ein Einfamilienhaus müssen Hausbesitzer derzeit mit Kosten zwischen 6.500 und 9.000 Euro für eine durchschnittliche Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 5 kWp (Kilowatt Peak) rechnen. Reduzieren lassen sich die Kosten mit einer Förderung für die Photovoltaik-Anlage. Zudem können Hausbesitzer, die in eine Photovoltaik-Anlage investieren, Steuervorteile nutzen.

Durch eine Aufständerung der Solarmodule kann eine Photovoltaik-Anlage auch auf dem Flachdach optimal ausgerichtet werden.

Paul Bauder GmbH & Co. KG

Durch eine Aufständerung der Solarmodule kann eine Photovoltaik-Anlage auch auf dem Flachdach optimal ausgerichtet werden.

Einspeisung oder Eigenverbrauch? Solarstrom macht Hausbesitzer unabhängig

Bei optimalem Lichteinfall und schattenfreier Aufstellung kann eine Photovoltaik-Anlage sehr gute Solarstrom-Erträge bringen. Grundsätzlich müssen Photovoltaik-Systeme den Vorgaben des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) gerecht werden und am Einspeisemanagement teilnehmen. Das heißt, alle Anlagen müssen über eine Art Fernsteuerung verfügen, über die der Netzbetreiber die Einspeiseleistung zeitweise reduzieren kann, um eine Überlastung der Netze zu verhindern. Anlagen bis 30 kW Leistung können alternativ ihre maximale Wirkleistungseinspeisung ins Netz von vornherein auf 70 Prozent begrenzen.

Im EEG ist auch festgelegt, welcheEinspeisevergütung Hausbesitzer für ihren Solarstrom 20 Jahre lang garantiert erhalten. Doch diese Vergütung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Deshalb und in Anbetracht steigender Strompreise wird für Hausbesitzer der Eigenverbrauch von Solarstrom aus ihrer Photovoltaik-Anlage immer interessanter.

Solarstromspeicher maximiert Eigenverbrauch aus Photovoltaik-Anlage

Eine Hürde gilt es beim Eigenverbrauch von Solarstrom allerdings zu überwinden: Die Sonne scheint nicht immer dann, wenn die Bewohner den meisten Strom benötigen. Im Gegenteil: Während die Photovoltaik-Anlage mittags den meisten Solarstrom produziert, laufen die Haushaltsgeräte abends auf Hochtouren. Die Lösung ist ein Solarstromspeicher. Diese Batteriesysteme (Blei-Batterien oder Lithium-Ionen-Batterien) speichern den erzeugten Solarstrom, so dass eine spätere Entnahme möglich ist. Mit einem Solarstromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch aus der Photovoltaik-Anlage mehr als verdoppeln, im Gegenzug muss deutlich weniger Strom vom Versorger bezogen werden. Damit machen sich Hausbesitzer unabhängig von den steigenden Strompreisen und die Photovoltaik-Anlage rechnet sich trotz sinkender Einspeisevergütung. Einziger Wermutstropfen: Solarstromspeicher sind mit Kosten zwischen 6.000 und 15.000 Euro derzeit noch relativ teuer. Deshalb sollten Hausbesitzer unbedingt ein Förderung für den Solarstromspeicher beantragen, denn der Zuschuss kann die Kosten deutlich senken.

Eine weitere Variante des Eigenverbrauchs von Solarstrom ist die Kopplung der Photovoltaik-Anlage mit der Wärmepumpe. Dann kann der Antriebsstrom für die Wärmepumpe emissionsfrei erzeugt werden.