Der Brauch der bunten Eier hat seinen Ursprung im Ende der Fastenzeit, die früher wesentlich strenger eingehalten wurde als heute. Nicht nur das Essen von Fleisch, sondern auch von Eiern war in den 40 Tagen vor Ostern absolut tabu, deshalb sammelten sie sich dementsprechend an.

Mädchen freut sich über Ei bei der Ostereiersuche

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Wenn Kinder die zuvor selbst gefärbten Ostereier finden, macht Ostern noch mehr Spaß.

Woher kommen die bunten Ostereier?

In Schwaben kannte man bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts gefärbte Ostereier. Das Einfärben der Eier verfolgte einst den Zweck, die zu Ostern in der Kirche geweihten Eier von den ungeweihten zu unterscheiden. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus der Ostkirche, wo es bis heute üblich ist, zu Ostern rote Ostereier zu verschenken. Tatsächlich waren die ersten Ostereier einfarbig rot gehalten.

Osterbräuchen auf der Spur

Blaues Osterei mit Mund und Zähnen bemalten und Augen aufkleben

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Lustige Gesichter auf bunten Ostereiern bringen Groß und Klein zum Schmunzeln.

Ostereier als Kunst

Erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden Ostereier zum Gegenstand künstlerischen Interesses. Verschiedene Techniken zur ornamentalen Verschönerung gingen dabei der Anfertigung künstlicher Eier aus Glas, Keramik, Porzellan und anderen Materialien voraus. Besondere Berühmtheit erlangten schließlich die prunkvollen Fabergé-Eier, die der Goldschmied Peter Carl Fabergé Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag des Zaren in St. Petersburg fertigte.

Zar Alexander III. überreichte das erste Fabergé-Ei seiner Gattin als Ostergeschenk. Das kostbare Präsent kam bei der Beschenkten so gut an, dass sie fortan jedes Jahr zu Ostern ein weiteres Prunk-Ei aus der Manufaktur Fabergé bekam.

Ostereier färben und bemalen

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Beim Färben und Bemalen ist Kreativität gefragt: Streifen, Punkte, Muster & Co. machen die Ostereier zu bunten Kunstwerken.

Kreativ werden zu Ostern

Eierfärben macht nicht nur Kindern Spaß, es ist eine tolle Beschäftigung für die ganze Familie. Beim Färben und Verzieren sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, man kann sie z. B. mit lustigen Gesichtern versehen. Farblich orientiert man sich dabei an den Blumen auf der Ostertafel und dem Muster auf den Stoffservietten und der Tischdecke, damit alles perfekt zusammenpasst. So dienen die kleinen Kunstwerke dann als Deko-Akzente und sind fast zu schade zum Essen.

Eierfärben: Kinderleicht mit Naturfarben

Ostereier auf dem Wochenmarkt, auf der Waage liegen Äpfel

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Die Eier kauft man am besten auf dem Wochenmarkt, im Hofladen oder beim Bäcker um die Ecke.

Möchte man nicht selbst zur Farbe greifen, so kann man die Ostereier auch guten Gewissens kaufen. Dass Verbraucher auf hohe Standards bei der Erzeugung vertrauen können, gewährleistet die Qualitätsgemeinschaft Bunte Eier (QBE) als alleiniges Qualitätssicherungssystem für gekochte und gefärbte Eier in Deutschland.

Alle nach dem QBE-Leitfaden produzierten bunten Eier sind zudem nach den Standards des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen zertifiziert.