Andere legen Wert auf Textilien mit geringer Schadstoffbelastung. Die Verbraucher Initiative gibt Tipps, wie Produktsiegel bei der Kleiderwahl helfen können.„So unterschiedlich die Geschmäcker bei der Mode sind, so sehr unterscheiden sich auch die Ansprüche von Verbrauchern an Textilien,“ erklärt Barbara Stocker, Referentin der Verbraucher Initiative. „Wer beim Kleiderkauf weiß, an welchen Labeln man sich für seine individuellen Bedürfnisse orientieren kann, wird schneller fündig. Das erleichtert die Kaufentscheidung.“

Arbeitsrechtliche Standards

Verbraucher mit Interesse an sozialverträglich hergestellter Mode können sich an Zeichen orientieren, die für die Einhaltung internationaler Standards des Fairen Handels stehen. Bekanntestes Siegel ist das grün-blaue Fairtrade-Siegel mit strengen Kriterien für den Fairen Handel. Dazu gehören menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Preise und die Beachtung von Sozial- und Umweltschutzstandards. Auch Labels wie Fair Wear Foundation, GOTS und IVN Naturtextil Best weisen auf eine sozialverträgliche Produktion hin. Ihnen liegen die Bestimmungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zugrunde, die unter anderem Kinderarbeit, Ausbeutung und Diskriminierung verbieten.

Öko-Siegel

Schadstoffgeprüfte Kleidung kennzeichnen Siegel wie Textiles Vertrauen – Schadstoffgeprüft nach Öko-Text Standard 100plus, ÖkoControl oder das Europäische Umweltzeichen. Bei Produkten mit diesen Kennzeichnungen müssen niedrige Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Chemikalien eingehalten werden. Textilien, bei deren Herstellung hohe Umweltstandards erfüllt werden, erkennen Verbraucher am Blauen Engel für Bekleidung und Schuhe. Auch das Zeichen bluesign weist auf Umweltveträglichkeit hin. Es legt einen Schwerpunkt auf den ökologischen Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Produkts.

Auf welche Fair-Trade-Siegel sollte man achten?

Marek Uliasz/iStock/Thinkstock

Auf welche Fair-Trade-Siegel sollte man achten?