Klar, denn sie sind einfach vorzubereiten, ideal für gemütliche Abende in geselliger Runde und vielfältig in ihren Variationsmöglichkeiten. Doch was ist eigentlich besser? Bei den Redakteuren gibt es da jedenfalls klare Meinungen.


Wenn es nach mir geht, dann gibt es am Silvesterabend Fondue.

(seo). Da muss ich gar nicht lange überlegen. Einer der Gründe, warum ich Fondue so mag, ist sicherlich, dass der Gastgeber nicht den ganzen Abend in der Küche stehen muss, sondern sich komplett seinen Gästen widmen kann. Am meisten schätze ich jedoch die Variantenvielfalt, die der heiße Topf und der lange Spieß so mitbringen.

Persönlich bevorzuge ich das klassische Fettfondue, was vom Namen her leider furchtbar mächtig klingt, aber im Topf einen angenehm-intensiven Fleischgeschmack konserviert. Wichtig ist hierbei aber, hochwertige Zutaten zu besorgen. Da es beim Garen um den reinen Geschmack geht, sollte Filet verwendet werden. An der Fleischqualität zu sparen, hieße beim Fondue, am falschen Ende zu sparen!

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Beim Fondue geht es mir gar nicht nur um das Fleischessen an sich. Als Soßenliebhaber könnte ich mich problemlos auch einfach nur mit Brot satt dippen. Denn zum Fondue gehören für mich eine breite Auswahl an selbstgemachten Saucen und gutes Brot. Erst dann ist der Geschmacksdreiklang harmonisch.

Ein frischer grüner Salat ist bestens dazu geeignet, das deftige Mahl etwas aufzulockern. In den letzten Jahren wurde außerdem eine „leichtere“ Fondue-Variante immer beliebter: Statt Fett nimmt man dazu einfach Brühe zum Garen. In der Brühe fühlen sich dann auch Hühnerfleisch und Gemüse pudelwohl, was das Ganze viel bekömmlicher macht.

Fleischfondue

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Wieder im Kommen - sofern es denn jemals so richtig „out“ war - ist das klassische Käsefondue. Quasi die schweizerische oder französische Urform mit Brot, Kartoffeln und ganz viel Käse. Vielleicht könnte diese Art des Fondues ja auch für den einen oder anderen Raclettepuristen ein Grund sein zu konvertieren?

Absolut im Trend liegt zurzeit das Schokoladenfondue, bei welchem bevorzugt Obststückchen in heiße Schokolade getaucht werden. Das geht für mich zwar nicht als abendfüllende Mahlzeit durch, wäre aber wohl als süße Dessertversuchung eine Überlegung wert.

Egal, für welche Art man sich letztlich entscheidet: Fondue ist nicht alltäglich, sondern festlich. Es vereint Geselligkeit und Genuss. Und gerade deswegen ist es für mich das ideale Essen für den Silvesterabend.

 

Raclette oder Fondue? Das ist für mich eigentlich keine Frage.

(jr). Ich mag eigentlich beides ganz gerne, aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre die Antwort klar. Ich liebe geschmolzenen Käse. Schon die Vorstellung, sich mit Freunden zu treffen und einen Abend lang in gemütlicher Runde Essen mit Käse zu überbacken, löst in mir inneres Wohlbehagen aus (wenn man die leidlichen Gedanken an die Kalorien mal ignoriert).

Also für mich Raclette, bitte! Gerade um den Jahreswechsel herum ist dafür auch der ideale Zeitpunkt: Draußen ist es meist kalt und drinnen verbreitet das Raclette-Gerät wohlige Wärme. Zeit für ein gemütliches Beisammensein, für Gespräche beim Essen ist über die Feiertage auch genug, so dass das Warten auf den richtigen Schmelzpunkt des Raclette-Käses richtig Spaß macht. Zuzusehen, wie sich der würzige Käse langsam goldbraun färbt, entschleunigt einfach ungemein. Wer es eilig hat, nimmt einfach zwei Pfännchen – aber Achtung, die Sättigung stellt sich so viel schneller ein.

Raclette

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Was ich an Raclette mag, ist die Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten. Ein Purist gibt sich schon mit Pellkartoffeln und Mixed Pickles zufrieden, aber auch kreative Feinschmecker können sich hier austoben. Egal, ob Mais, Tomaten, Paprika oder Pilze, Schinken, Meeresfrüchte oder sogar Obst - hier kommen Vegetarier und Fleischliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten, ganz unkompliziert und ohne Abstriche. Und wenn das Raclette-Gerät zusätzlich noch einen heißen Stein hat, steht auch dem winterlichen Grillspaß nichts im Wege – ganz ohne Frieren. Auch der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen, ein weiterer Pluspunkt in meinen Augen. Ein wenig Zeit im Vorfeld zum Schnippeln sollte man natürlich einplanen, dafür steht man dann aber den ganzen Abend über seinen Gästen voll und ganz zur Verfügung, ohne Stress und entspannt.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Schweiz-Urlauber, die Raclette mögen, sollten unbedingt einmal die Original Schweizer Variante probieren. Der am Feuer oder im Tischofen erhitzte Käse direkt vom Laib geschabt, dazu einfach nur Kartoffeln, saure Gürkchen und Zwiebelchen sowie ein Glas Wein … Lecker!