So viel Haus ist mit dem eigenen Budget drin

Wie viel Haus können wir uns überhaupt leisten? So lautet die Frage, die sich Familien stellen. "Die Antwort hängt wesentlich von zwei Faktoren ab: dem frei verfügbaren monatlichen Budget und dem angesparten Eigenkapital", sagt Korina Dörr, Leiterin von Geld und Haushalt, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Sie empfiehlt, zunächst alle Einnahmen und Ausgaben eines typischen Monats aufzuschreiben, um den tatsächlichen finanziellen Spielraum auszuloten.

Hilfreich dafür ist zum Beispiel die Tabelle "Einnahmen-Ausgaben-Check", die in der Broschüre "Finanzieren nach Plan" enthalten ist. Das Heft mit vielen Basisinformationen, Checklisten und einem Glossar zu Fachbegriffen ist kostenfrei unter www.geld-und-haushalt.de erhältlich. Wichtig für die Finanzierungsplanung ist es in jedem Fall, genügend Puffer einzuplanen: "Das Monatsbudget sollte nicht bis zum letzten Cent ausgereizt werden, damit sinkende Einnahmen oder unerwartete Ausgaben nicht sofort zu Zahlungsschwierigkeiten führen", so Dörr weiter.

Wohnen mit Ausblick: Gerade junge Familien profitieren von verschiedenen Fördermöglichkeiten.

djd/Deutscher Sparkassenverlag/Image Source/Westend61

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Eigenkapital: je mehr, desto besser

Aus dem verfügbaren Budget sind die monatlichen Kreditraten und die laufenden Betriebskosten für das Eigenheim zu bestreiten. Nicht vergessen sollte man auch finanzielle Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben oder die laufende Instandhaltung des Zuhauses. Die Faustregel lautet daher, dass die monatliche Rate für einen Kredit maximal die Hälfte des frei verfügbaren Budgets kosten sollte. Baufinanzierungsexperten empfehlen außerdem, mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten beim Hauskauf über Eigenkapital abzudecken. Je mehr Ersparnisse vorhanden sind, umso niedriger fällt die Zinsbelastung aus.

So erhöht sich etwa der Zinssatz für eine Finanzierung ohne Eigenkapital im Schnitt um rund 0,5 bis 1 Prozentpunkt im Vergleich zu einer Finanzierung mit 20 Prozent Eigenkapital. In jedem Fall sollte man mit dem Eigenkapital mindestens die Nebenkosten der Immobilie zahlen können. Das sind Ausgaben für die Grunderwerbssteuer, Notarkosten sowie Gebühren für den Grundbucheintrag, die bis zu 10 Prozent des Kaufpreises betragen können.