Küchendünste – ein buntes Gemisch aus Fett- und Wassermolekülen, Geruchspartikeln und Schwebeteilchen wie Staub, Allergene, Viren, Keime und Pollen – steigen mit etwa einem Meter pro Sekunde in die Höhe. Da nützt ein offenes Küchenfenster wenig, denn die gehaltvolle Melange schlägt sich ohne Absaugung durch eine effiziente Haube als Kondensat nicht nur an den Hängeschränken und in der Nähe des Kochfeldes nieder, sondern verteilt sich im gesamten Raum. Besonders unangenehm: die im Dampf enthaltenen Fettpartikelchen bleiben auf den Oberflächen haften. Werden sie nicht umgehend entfernt, überzieht mit der Zeit ein klebriger Fettfilm die attraktiven Möbelfronten und Hausgeräte, der sich zudem mit anderen Geruchs- und Schwebstoffen verbindet. Verharzt das Ganze, ist es kaum noch von den Oberflächen zu entfernen. Dies ist in jeder Küche unerwünscht, ganz besonders jedoch in Lifestyle-Küchen sowie allen offenen Wohnlandschaften.

Dunstabzug – die richtige Wahl

Das Lüftungskonzept kann eine Abluftlösung beinhalten, bei der die Küchendünste über Abluftkanäle und einen Wanddurchlass nach draußen ins Freie abgeleitet werden. Oder eine Umluftlösung – die angesaugten Wrasen werden durch spezielle Filter gereinigt und danach wieder in die Raumluft zurückgeführt. Manche Nutzer wollen zwischen Abluft- und Umluftmodus selbst wählen und umschalten können: z.B. im Sommer auf einen leistungsfähigeren Abluft- und im Winter auf einen energiesparenden Umluftbetrieb. In den eigenen vier Wänden bietet sich eine Luftführung ins Freie an (Abluft). In Mietwohnungen und Energiesparhäusern sind Umlufthauben eine gute Wahl. Allerdings sollte beim Kauf auf jedem Fall einem leisen und energieeffizienten Marken- statt einem Billigprodukt der Vorzug gegeben werden.

Hochwertige Filtertechnik

Neben der richtigen Lüfterleistung und einem ausreichend hohen Luftwechsel pro Stunde – der Fachmann berechnet dies anhand des individuellen Kochaufkommens sowie der Raumgröße – kommt bei Markenhauben eine hochwertige Filtertechnik zum Einsatz. Dazu zählen mehrlagige Metallfilter mit einem Fettabscheidegrad von mindestens 85 %. Top sind 95 %, denn sie entsprechen der besten Energieeffizienzklasse A. Fettfilter müssen regelmäßig im Geschirrspüler gereinigt werden, je nach Kochaufkommen und -intensität etwa alle zwei bis drei Monate. Eine Fettfilterreinigungsanzeige informiert, wann es soweit ist. Aktivkohlefilter sorgen bei Umluftbetrieb für die Beseitigung von Gerüchen.

Der passende Haubentyp

Auch der Haubentyp (z.B. Flachschirm-, Wand-, Kopffrei-, Insel-, Tisch-, Decken(lift)haube, Kochfeldabzug) sowie das Design spielen eine wichtige Rolle, je nachdem, ob es ein besonders attraktiver Eyecatcher oder eine dezent verborgene und daher nahezu unsichtbare Haubenlösung sein soll. Am besten lässt man sich im Fachhandel dazu umfassend beraten.