Den Herd und die Heizung auch aus der Ferne zu kontrollieren, bringt ein Plus an Komfort. Damit alles reibungslos funktioniert, sollten Hausbesitzer auf Sicherheitsfunktionen achten, die ihre Daten und den Zugang zur Haussteuerung schützen.

Ein vernetzter Kühlschrank sorgte im vergangenen Jahr weltweit für Schlagzeilen: Hacker drangen in das intelligente Gefriergerät ein und verschickten damit Spam-E-Mails. Der Besitzer hatte es schlicht versäumt, den Kühlschrank mit einem schwer zu knackenden Passwort abzusichern.

Schwachpunkte beseitigen

Fakt ist: Was bei Computern längst selbstverständlich ist, nämlich der Einsatz einer Firewall, sicherer Passwörter und eines Virenschutzprogramms, sollte auch bei allen vernetzten Haushaltsgeräten die Regel sein. In puncto Sicherheit bieten jedoch nicht alle im Handel erhältlichen Smart-Home-Pakete gleich guten Schutz für ihre Bewohner. "Hausbesitzer sollten sich vor der Anschaffung über die Funktionen der Geräte gut informieren und bei der Sicherheit nicht sparen", empfiehlt Steffen Zwer von BHW. Wer beispielsweise eine Überwachungskamera ohne Verschlüsselungsmöglichkeit als billiges Schnäppchen erwirbt, macht potenziellen Eindringlingen den Zugang in die Kameraprogrammierung und damit auch in die eigenen vier Wände sehr leicht.

Sicheres Zuhause

"Sicherheitsstandards wie das Gütesiegel 'VDE Informationssicherheit geprüft', helfen dabei, beim Kauf intelligenter Haustechnik die richtige Entscheidung zu treffen", so BHW-Experte Zwer. Zusätzlich können ganz einfache Tricks die Heimvernetzung gut schützen und dem Besuch von unerwünschten Gästen einen digitalen Riegel vorschieben: So empfiehlt es sich, nicht genutzte Geräte einfach komplett auszuschalten und die Kameras am PC und Fernseher bei Nichtgebrauch abzudecken.