Insgesamt gibt es 3.740 Ladepunkte, davon 3.268 Normal- und 472 Schnellladestationen (Stand Juni 2020). Der Standort einer E-Ladesäule entscheidet darüber, wie häufig die Ladeinfrastruktur genutzt wird. Eine Studie des Öko-Instituts konnte nachweisen, dass die Existenz möglichst mehrerer für das Zwischenladen geeigneter Wegeziele in Fußentfernung die Nutzung von Ladepunkten signifikant erhöht: Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, eine ÖPNV-Haltestelle, Bildungseinrichtungen, der Arbeitsplatz oder die Gemeindeverwaltung. Je nach Standort haben die Forscher deutlich unterschiedliche Auslastungsmuster erkannt, z. B. in Form von morgendlichen Ladespitzen bei der Ankunft am Arbeitsplatz oder mittags und nachmittags an Einkaufs- oder Freizeitorten.

E-Auto beim Laden an der Ladestation

spyderskidoo/iStock/Getty Images Plus

Baden-Württemberg ist flächendeckend mit Lademöglichkeiten ausgestattet.

Wo lade ich das Auto?

„Ein flächendeckendes Netz an öffentlichen Ladesäulen fördert die Umstellung von Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben auf Elektrofahrzeuge“, sagt Experte Philipp Schlögl. „Auch wenn der große Teil des Ladens zuhause stattfindet, kann das Zwischenladen beim Einkaufen, am Arbeitsplatz oder am Bahnhof entscheidend sein.“ Viele wünschen sich, das E-Auto über Nacht zu Hause mit selbst gewonnenem Strom aufladen zu können. Besonders umweltfreundlich wird dies durch Photovoltaikanlagen, z.B. auf dem Dach der Garage oder des Carports, ermöglicht. Der tagsüber erzeugte Strom lässt sich zwischenspeichern, um ihn im Haushalt oder eben fürs E-Auto zu verwenden.

Mann lädt sein Elektroauto auf

simonkr/E+/Getty Images

Viele wünschen sich eine Lademöglichkeit am Haus.

Ladeinfrastruktur wird immer besser

Die geladene Strommenge war im zweiten Quartal 2019 bereits mehr als doppelt so hoch wie im dritten Quartal 2018. Die meisten Ladevorgänge dauern zwischen zweieinhalb und fünf Stunden. Die Profile sind an vielen Stationen durch einzelne Schwerpunktnutzende geprägt. Hoch ausgelastete Ladepunkte sind nicht nur in den Städten, sondern auch in ländlichen Kommunen zu finden. Spezielle Internetseiten und Apps zeigen den Standort der nächsten Ladesäule an und man kann vorab prüfen, um welchen Steckertyp es sich handelt. Die Ladekarte des Betreibers schaltet die Ladesäule frei, einige Anbieter ermöglichen das Freischalten per App oder SMS. Bezahlt wird der Strom mittels Ladekarte oder Smartphone.

► Wasserstoff - Antrieb der Zukunft?  - das kann der neue Toyota Mirai