„Fahrradfahren hat keine Saison“ heiißt es oft - und doch kommt jedes Jahr im Frühling, wenn alles sprießt und der süße Duft von Mandelblüten in der Luft liegt, so etwas wie Fahrrad-Stimmung auf. Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad fordern auf: Ab in den Fahrradsattel!

Fahrradfahren macht den Alltagbunter und abwechslungsreicher. Die Initiative RadKULTUR zeigt, wie das funktioniert:

5 gute Gründe fürs Radfahren

1. Radfahren ist alltagstauglich

Ob zur Arbeit, Kita oder Schule, zum Einkaufen oder Friseur: Das Rad ist der perfekte Begleiter für die verschiedensten Alltagsaktivitäten. Die einzelnen Stationen des Tages können schnell und unkompliziert verbunden werden, ohne dass ein Parkplatz vorhanden sein muss. In Städten ist das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel auf Strecken bis zu fünf Kilometern Länge. An vielen Orten kann man Pedelecs für längere, hügelige Strecken ausleihen.

2. Rafahren steigert die Fitness

Wenn Sport im Verein oder Fitnessstudio nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, bietet das Fahrrad einen Ausgleich zur Arbeit im Homeoffice. Den Weg zur Arbeit oder die Mittagspause kann man nutzen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und das Immunsystem zu stärken. Moderate Bewegung auf Alltagswegen verbessert die Ausdauer mit der Zeit deutlich. Die Extraportion Motivation gibt es beim STADTRADELN in Baden-Württemberg zwischen Mai und September.

3. Radfahren sorgt für Erholung

Nicht nur dem Körper tut Radeln gut. Beim Pendeln mit dem Rad kann der Kopf abschalten und man kommt nach einem Arbeitstag gedanklich im Feierabend an. Die moderate Betätigung beim Radfahren sorgt dafür, dass Stress abgebaut wird, so eine Studie der Universität Auckland/Neuseeland. So holt man sich Schwung für die Herausforderungen des Alltags.

4. Radfahren hilft dem Klima

Wer im Alltag häufiger das Fahrrad nutzt, schützt auch den Planeten, da Co2 vermieden wird. Gesundheitliche Effekte des Radelns kommen Einzelpersonen zugute, die Gesellschaft profitiert von mehr Klimaschutz.

5. Radfahren ist Pandemietauglich

Das Fahrrad ist während der Pandemie das Verkehrsmittel der Stunde. Beim Radfahren ist man an der frischen Luft und Abstand halten ist leicht. Pendeln mit dem Rad bietet einen willkommene Abwechslung zum Alltag in den vier Wänden.

Damit das Radfahren im Frühling noch mehr Spaß macht, hier noch ein paar nützliche Tipps:

Tipp 1: Radfahren als Entspannungsritual

Frühjahrsputz für die Seele: Wenn in der Natur alles sprießt und blüht, ist die richtige Zeit, um auch im Kopf Raum für Neues zu schaffen. Für Struktur sorgen kleine Rituale wie die Feierabend-Runde oder ein Markt-Einkaufmit dem Rad. Sie können einfach in den Alltag eingebaut werden und helfen beim Abschalten. Das Fahrrad ist der ideale Begleiter, denn Radfahren ist ein Stress-Killer und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus.

Schon eine Fahrt hilft, Stress abzubauen. Und das ohne Terminbuchung oder Vorbereitungszeit. Einfach in den Fahrradsattel schwingen und losfahren.

Tipp 2: Fahrrad-Freude teilen

Geteilte Freude ist doppelte Freude: Das Fahrrad ist das ideale Verkehrsmittel für Eltern, die den Frühling mit schönen Familienerlebnissen füllen wollen. Kinder erfreuen sich an der Bewegung und sind mit Vergnügen auf zwei Pedalen unterwegs – ob als Mitfahrerinnen und Mitfahrer oder selbstständige Radfahrerinnen und Radfahrer. Wenn die Kinder bereits eigenständig mobil sind, sollte man sie motivieren, den Weg zur Schule selbstständig zurücklegen. Eine dänische Studie zeigt, dass Schülerinnen und Schüler im Alter von 5 bis 19 Jahren im Unterrichtdeutlich konzentrierter sind, wenn sie mit dem Rad zur Schule fahren. Tipps zum Kauf eines Kinderfahrrads gibt es hier.

Wer selbst im Büro oder Homeoffice arbeitet, unternimmt gemeinsam mit einer Kollegin oder einem Kollegen eine Feierabend-Radtour und genießt die kleine Auszeit vom Alltag. Denn auch hier gilt: Gemeinsam macht die Fahrt noch mehr Spaß!

Familie bei der Radtour im Grünen

monkeybusiness/iStock/Getty Images Plus

Eine Radtour mit der Familie macht Spaß, ist gesund, schützt das Klima und sorgt für Abwechslung.

Tipp 4: Neue Lieblings-Routen entdecken

Auf zu neuen Abenteuern! Mit dem Fahrrad können Alltagswege immer wieder neu entdeckt werden. Dabei sorgt oft schon eine kleine Veränderung für schöne, unerwartete Perspektiven. Menschen, die täglich die gleiche Strecke mit dem Rad zurücklegen, können den Frühling als Neustart nutzen und neue Teilstrecken oder eine völlig neue Route ausprobieren: mal vom Gewohnten abweichen, neue Wege und Orte erkunden und dabei im Vorbeifahren neue Eindrücke einfangen. Das macht den Kopf frei, hebt die Laune und hilft dabei, die Umgebung kennenzulernen.

Alle, die bei der Streckenwahl nicht auf ihre Intuition vertrauen möchten, können sich über geeignete Routen informieren, etwa im RadROUTENPLANER BW oder mithilfe von lokalen Fahrradkarten.

Tipp 5: Mehr Schwung beim Einkaufen

Wer seine Gesundheit im Frühling in den Blick nehmen willst, sollte auf eine ausgewogene, vollwertige Ernährung zu setzen und regelmäßig moderate Bewegung in den Alltag einzubauen. Letzteres nimmt sich mit dem Fahrrad kinderleicht in Angriff: Für kurze Strecke zum Lebensmittelgeschäft oder Wochenmarkt das Fahrrad zu nutzen, sorgt für Schwung und erleichtert die Parkplatzsuche. Die meisten Einkäufe passen in der Regel in Fahrradkorb, Fahrradtasche oder einen Rucksack.

Und auch bei größeren Erledigungen musst nicht auf den Fahrspaß im Sattel verzichtet werden. In einem Lastenrad oder Fahrradanhänger finden selbst größere Transporte wie Wasserkästen oder der Wocheneinkauf ausreichend Platz. Immer mehr Städte bieten Lastenräder inzwischen zum Ausleihen an. In Baden-Württemberg laden z. B. die kostenlosen Lastenrad-Verleihe der Initiative RadKULTUR zum Testen ein.

Infografik Frühjahrscheck fürs Fahrrad

RADKultur

Mit diesen Tipps ist das Rad im Nu wieder frühlingsfit.

Tipp 6: Das Fahrrad als persönliches DIY-Projekt

Frühlingszeit ist Fahrradzeit! Und Frühling bedeutet auch: Ausprobieren, kreativ sein und Neues entdecken. Kombinieren lässt sich dies an den ersten lauschigen Frühlingsabenden in der persönlichen DIY-Werkstatt im (Fahrrad-)Keller, in der Garage oder in der Einfahrt. Projektziel: Das Fahrrad mit wenigen Handgriffen wieder in Schuss bringen. Wie das funktioniert, zeigt die Initiative RadKULTUR in ihren „RadTUTORIALs“ auf YouTube.

Radfahrerinnen und Radfahrer können in Baden-Württemberg zudem vielerorts auf die RadService-Punktezurückgreifen. An den Reparatursäulen befindet sich neben einer Luftpumpe für alle gängigen Ventile eine Auswahl an Werkzeug wie Schraubendreher oder Inbusschlüssel. Kurz durchgecheckt wird das Fahrrad so im Handumdrehen frühlings fit und die nächste Fahrt kann kommen!