Unter Druck lässt sich besser lernen, und im Zweifel legt man den Schulhefter vor der Klassenarbeit am nächsten Tag einfach unters Kopfkissen. Rund ums Lernen ranken sich viele Mythen, von denen die meisten allerdings keinen nachhaltigen Lernerfolg versprechen. Bezüglich des Sprichworts „Übung macht den Meister“ scheinen Deutschlands Schulkinder laut Angaben ihrer Eltern auf einem guten Weg.

Große Mehrheit lernt in kurzen Lernphasen

In einer Umfrage im Auftrag von Duden Learnattack, die vom Meinungsforschungsinstitut YouGov umgesetzt wurde, geben 64 % der befragten Eltern an, dass ihr Schulkind meistens in kurzen, aufeinanderfolgenden Lernphasen lernt. Lediglich bei 27 % erfolgt das Lernen überwiegend in langen, intensiven Lernphasen. Die Studie ergibt gleichzeitig aber auch eine gewisse Diskrepanz zwischen Wunschbild und Realität: Mit 73 % sind im Vergleich noch mehr Eltern der Meinung, dass kurze, aufeinanderfolgende Lernphasen am ehesten zu langfristigem Lernerfolg führen.

Lernstoff in der Nachhilfe wiederholen

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Im Nachhilfeunterricht kann bereits behandelter Stoff auch nach einer Klassenarbeit nochmals durchgesprochen werden, dann prägt er sich besser ein.

Üben und Wiederholen für nachhaltigen Lernerfolg

Oftmals unterschätzen Schülerinnen und Schüler jedoch, wie viel Übung und Wiederholung es braucht, bis eine Fähigkeit oder ein Lernstoff wirklich tief verankert ist und schließlich zur Routine geworden ist. Wichtig ist dabei vor allem, das Üben zeitlich zu staffeln, es abwechslungsreich und genügend anspruchsvoll zu gestalten.

Nachhilfezeit richtig nutzen

Auch die Nachhilfe sollte aufbauend auf diesen Erkenntnissen gestaltet werden. Stoff, der in der nächsten Klassenarbeit abgefragt wird und womöglich nicht verstanden wurde, sollte mehr als einmal mit dem Nachhilfelehrer durchgesprochen werden. Auch nach der Klassenarbeit kann man sich noch einmal mit dem Gelernten auseinandersetzen. So ist sichergestellt, dass der Lernstoff auch wirklich hängen geblieben ist. Schließlich baut das nächste Thema darauf auf. Gute Nachhilfelehrer sind sich dessen bewusst und wiederholen die Themen mit ihren Schülern.