Endlich Ferien! Betroffene müssen jedoch bei den Reisevorbereitungen einiges hinsichtlich ihrer Erkrankung beachten.

Zu der entsprechenden Vorbereitung gehört ein Gespräch mit dem Arzt, der eine Bescheinigung ausstellt, welche Medikamente und Hilfsmittel der Patient mit sich führen muss. Er kann auch darüber informieren, welches Insulin im Urlaubsland dem eigenen am nächsten kommt und dafür, für den Notfall, ein Rezept mitgeben.

Temperaturschutz, Fingerpiksen am Strand und moderne Messsysteme

Bei Flugreisen gilt, dass Insulin und Co. ins Handgepäck gehören, denn im Frachtraum ist es zu kalt und der Koffer könnte verloren gehen. Wer dagegen mit dem Zug oder Auto unterwegs ist, sollte darauf achten, dass Medikamente und Utensilien nicht zu heiß werden. Hier ist eine Kühltasche empfehlenswert. Ein weiterer Punkt betrifft Impfungen: Diabetiker sollten nur gut geschützt verreisen. Denn es schmälert nicht nur den Ferienspaß, wenn man krank wird, sondern kann auch negative Auswirkungen auf die Stoffwechseleinstellung haben.

Mehr Sicherheit im Urlaub können auch moderne Systeme zur kontinuierlichen Gewebeglukosemessung in Echtzeit (kurz: rtCGM) geben. Solch ein Sensor misst in regelmäßigen Abständen den Gewebezuckerwert und sendet diesen an einen Empfänger oder das Smartphone. Vorteile: Der Sensor ist bis zu einer Tiefe von zwei Metern wasserdicht und der Transmitter speichert beispielsweise beim Schwimmen die gemessenen Werte bis zu drei Stunden für die lückenlose Dokumentation. Blutige Messungen am Strand mit Eis und Sand an den Händen sind passé. Bei drohenden Über- oder Unterzuckerungen ertönt gemäß individuell eingestellter Warnungen ein Alarmsignal auf dem Anzeigegerät. Das heißt zum Beispiel auch, dass nachts durchschlafen für Diabetiker und ihre Angehörigen kein Wunsch mehr bleiben muss.

Vorsicht am Urlaubsort

Einige Hinweise sollten vor Ort beachtet werden. So muss das Insulin am Strand oder Badesee ebenfalls vor Hitze und Sonne durch eine Kühltasche im Schatten geschützt werden - aber ohne Kühlelemente, damit auch nichts einfriert. Wasserratten sollten daran denken, dass Schwimmen viel Energie verbraucht und die Zuckerwerte schneller sinken lässt. Wer kein rtCGM-Gerät trägt, misst daher besser öfter selbstständig nach. Anwender eines solchen Systems sollten vorsichtshalber einen Ersatzsensor im Gepäck dabei haben, damit der Urlaub wirklich entspannt und erholsam wird.