Beim Fahrpreis sparen

Frühbucher sind im Vorteil: Wer mehrere Monate im Voraus bucht, kann von zahlreichen Angeboten profitieren. Sparpreisangebote der Deutschen Bahn (DB) gelten beispielsweise ab sechs Monate im Voraus, bei der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF ab vier Monate vor Abfahrt. Weitere Tipps, um günstige Tickets zu bekommen: „Wenn möglich, außerhalb der Hauptreisezeiten wie Wochenende oder Ferien reisen“, so Birgit Dreyer. Wer etwas mehr Zeit hat, kann mit Regionalverbindungen ebenfalls Geld sparen. Viele Bahngesellschaften bieten zudem Kundenkarten an, die Sparangebote beinhalten. Mit einem Probeabo können Gelegenheitsfahrer von den Rabatten profitieren. Auch Gruppen zahlen weniger: Meist reichen dafür schon fünf Reisende. Weitere Informationen zu den Sparangeboten der europäischen Bahngesellschaften finden Reisende auf deren Webseiten oder an den Informationsschaltern der entsprechenden Bahnhöfe.

Sitzplatzreservierung

Für eine entspannte Reise empfiehlt die Expertin eine Sitzplatzreservierung. Dabei geht es nicht nur darum, in vollen Zügen einen Platz zu haben. Reisende können auch wählen, ob sie beispielsweise an einem Tisch im Großraumwagen sitzen, den Ausblick direkt am Fenster genießen oder im Ruhebereich reisen möchten. Die Kosten für die Reservierung variieren je nach Bahngesellschaft. Reservierungen sind am Bahnschalter direkt, aber auch online möglich. Übrigens: Der reservierte Sitzplatz muss bei der DB spätestens 15 Minuten nach der Abfahrt besetzt sein, ansonsten verfällt die Reservierung.

Junge Frau verstaut Gepäck im Zug

Aja Koska/E+

Kleinere Gepäckstücke lassen sich in der Ablage über dem Sitz verstauen.

Wohin mit dem Gepäck?

Für Koffer, Rucksack oder Reisetasche gibt es in den meisten Zügen verschiedene Abstellmöglichkeiten: Gepäckablagen oberhalb des Sitzes oder spezielle Kofferstellplätze, die allerdings häufig nicht direkt in der Nähe des eigenen Sitzplatzes sind. Das Gepäck am besten nicht zu groß wählen, das erleichtert das Verstauen. Wer mehrere Zugwechsel vor sich hat, kommt mit schwerem oder sperrigem Gepäck wie Kinderwagen oder Fahrrädern schnell ins Schwitzen. „Bahnreisende können ihr Gepäck auch einen Tag vor der Abreise aufgeben“, informiert Dreyer. Das kostet zum Beispiel bei der DB mindestens 14 Euro pro Gepäckstück. Abhängig vom Service kann der Kunde sein Gepäck an seiner Haustür einem Kurierdienst der Bahn übergeben und erhält es direkt an der Unterkunft des Reiseziels. Wer diesen Service nutzen möchte, dem empfiehlt die Reiseexpertin, sich frühzeitig über die Modalitäten zu informieren.

Bahnfahren als Familie

Damit ein Familienausflug mit der Bahn entspannt verläuft, empfiehlt die Reiseexpertin, frühzeitig zu buchen und Sitzplätze zu reservieren. Eltern können so sicherstellen, dass die Familie beispielsweise an einem Tisch zusammensitzt oder einen Platz im Familienabteil bekommt. Bei der Reise mit Babys oder sehr kleinen Kindern sollten sie sich informieren, ob der Zug über einen Wagen mit Kleinkindbereich und damit Wickelmöglichkeiten verfügt. Für die Reise selbst rät die Expertin zu ausreichendem und abwechslungsreichem Proviant sowie zu Vorlese- oder Lesestoff, Spielen und Hörspielen zum Zeitvertreib. Übrigens: Bei der Deutschen Bahn reisen Kinder bis zum 14. Lebensjahr kostenlos, wenn sie auf dem Ticket der mitreisenden Eltern oder Großeltern eingetragen sind – bei unter 6-jährigen ist dies nicht notwendig. Gerade bei länger im Voraus gebuchten Reisen mit Kindern sollten die Eltern auch an den passenden Reiseschutz denken, falls mal etwas dazwischenkommt.

Mit dem Nachtzug nach ...

Bahnreisen über Nacht sind deutlich entspannter als Autofahrten. Spezielle Schlafwagen bestehen aus Abteilen, die mit bis zu vier Betten, Bettwäsche und einer Waschgelegenheit ausgestattet sind. In sogenannten Liegewagen können Reisende die Sitze zu einer Liege umklappen. Pro Abteil sind bis zu sechs Liegen vorhanden. „Die meisten Nachtverbindungen mit Schlafmöglichkeit bietet die Österreichische Bundesbahn, die auch einige Verbindungen der DB übernommen hat“, weiß Dreyer. Reisende können beispielsweise mit dem ‚Nightjet‘ von Hamburg nach Wien oder Zürich im Schlaf- oder Liegewagen reisen. Hier gibt es für allein reisende Frauen die Möglichkeit, das „Damenabteil“ in einem Liegewagen zu wählen.