Kommunikativ, offen und gesellig: Die offene Wohnküche bildet in vielen Haushalten den Mittelpunkt des Familienlebens. Hier wird gemeinsam gekocht, gespielt und gelacht. Bei Neubauten ist es heute schon fast üblich geworden, die Küche offen und mit fließendem Übergang zum Wohnbereich zu planen. Aber auch in Altbauten lässt sich das gewünschte Maß an Offenheit schaffen, etwa mit einer zentralen Kochinsel und einer Schiebetür als breitem Durchgang ins Wohnzimmer. Unterstützung bei der Planung und Umsetzung erhalten Bauherren im Tischler- und Schreinerhandwerk und bei den Küchenstudios vor Ort.

Mann hat Spaß beim Kochen

kbwills/E+/Getty Images

Die Kochinsel als zentrales Element in der Küche holt den Herd aus seinem Nischendasein und macht ihn zum Mittelpunkt des Raums.

Kochinsel richtig konzipieren

Keine Frage, Herzstück der offenen Wohnküche ist meist eine zentrale freistehende Kochinsel. Hier findet sich nicht nur die Kochplatte, idealerweise schließt sich direkt ein Tresenbereich mit Sitzmöglichkeiten zum Plaudern und Genießen an. "An die Voraussetzungen dafür sollte man frühzeitig bei der Neubauplanung denken. Abluftkanäle, Wasserleitungen und Elektroanschlüsse sind schon in der Rohbauphase zu berücksichtigen, um später nicht einen unnötig großen Aufwand zu verursachen", sagt Einrichtungsexperte Walter Greil. Schließlich benötigt das Kochfeld einen Starkstromanschluss. In Altbauten ist dies nachträglich oft nur zu machen, indem man auch den Bodenbelag aufreißt.

Eine Alternative dazu: Das Kochfeld weiter am angestammten Platz an der Wand belassen und in der Raummitte eher einen kombinierten Vorbereitungs- und Essplatz vorsehen. Diese Kücheninsel erfordert keine weitergehenden Anschlüsse. "Ein weiterer Vorteil liegt auf jeden Fall im zusätzlichen Stauraum für die Küchenutensilien", sagt Greil weiter.

Küche im modernen Stil mit Kücheninsel

Thinkstock

Die Kochinsel kann freistehend, U- oder L-förmig angeordnet sein.

Gute Planung ist wichtig

Eine offene Wohnküche benötigt genügend Platz - der Experte empfiehlt mindestens 15 Quadratmeter. Soll eine Kochinsel frei im Zentrum stehen, ist der Bedarf eher noch größer. Schreiner oder Tischler sowie die Küchenstudios vor Ort beraten ausführlich zu den Möglichkeiten und können maßgeschneiderte ergonomische Einbauten realisieren.

Und wenn der Raum für eine freistehende Kochinsel partout nicht ausreicht? Dann bietet sich eine Halbinsel in L- oder U-Form an, auch so lässt sich in der Familienküche viel Offenheit und Wohnlichkeit verwirklichen. Eine gute Planung empfiehlt sich ebenso bei der Geräteauswahl. Gefragt ist ein leistungsstarker Dunstabzug, der vor unangenehmen Kochgerüchen schützt. Bei der Spülmaschine, der Kühlschrankkombi und weiteren Geräten hingegen kommt es auf möglichst leise Betriebsgeräusche an - schließlich soll ihr Brummen den Krimiabend im Wohnbereich nebenan nicht beeinträchtigen.