Wasser ist ein unersetzbares und nicht beliebig vermehrbares Gut. Das gerät allzu leicht in Vergessenheit, denn bei uns ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass wir überall nur den Hahn aufzudrehen brauchen, um Trinkwasser in ausreichender Menge und in gesundheitlich unbedenklicher Qualität zur Verfügung zu haben. Dieser oft so sorglose Umgang mit dem kostbaren nassen Gut bereitet Probleme, denn sauberes Wasser ist längst nicht mehr überall abzuschöpfen.

Junge trinkt Wasser aus Küchenwasserhahn

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Das Wasser aus dem Hahn ist problemlos trinkbar. Hausbesitzer sind für die Wassergüte selbst verantwortlich.

Wegen der zunehmenden Verschmutzung der Flüsse und Seen mussten die Wasserversorgungsunternehmen ihren Wasserbedarf in den letzten 50 Jahren in immer größerem Umfang durch Grundwasser decken. Dass dieses Wasser hygienisch einwandfrei und ohne Probleme fließt, ist der Zusammenarbeit der kommunalen Versorgungsunternehmen und der Arbeit der Installateure zu verdanken. Vorausschauende Planung war bei der baden-württembergischen Wasserversorgung schon immer angesagt.

Versorgung mit Trinkwasser kostet Geld

Die Fernwasserversorgung, gekoppelt mit örtlichen Wasserreservoirs, sorgt heute für eine sichere Trinkwasserversorgung. Zwangsläufig steigen die Förder- und somit auch Verbrauchskosten stetig. Die langen Leitungsnetze haben ihren Preis. Der Aufwand, der betrieben werden muss, um die Qualität des Wassers und die Infrastruktur zu erhalten, geht ins Geld. Die Verbraucher merken dies immer, wenn die Preise für Trink- und Abwasser in die Höhe gehen. Der sorgfältige Umgang mit Wasser liegt so nicht nur im Interesse der Ökologie, sondern auch im Interesse des eigenen Geldbeutels.

Garten-Wasserhahn

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Besonders für die Gartenbewässerung lohnt sich die Regenwassernutzung.

Wasser schützen und sparen

Der Schutz und die Schonung der Trinkwasservorräte geht uns alle an. Es gibt mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, ohne Einbuße von Komfort und Hygiene mit Hilfe moderner Sanitärinstallationen Wasser zu sparen. Gut 40 Liter pro Einwohner und Tag lassen sich z. B. durch die Nutzung von Regenwasser bei der Toilettenspülung oder Gartenbewässerung einsparen. Fachbetriebe des Sanitärhandwerks beraten umfassend dazu. Besonders ärgerlich für die Verbraucher ist es, wenn die Qualität des Wassers im hauseigenen Leitungsnetz leidet. Bis zum Hausanschluss sorgen die kommunalen Institutionen für die einwandfreie Versorgung, danach ist der Eigentümer für die Wassergüte verantwortlich.

Wasserqualität prüfen lassen

Negativ auf die Wasserqualität wirken sich z. B. ein unsachgemäßer Betrieb oder auch Wartungsmängel aus. So fördern bestimmte Temperaturen das Wachstum von gesundheitsgefährdenden Keimen. „Wird das Leitungswasser nicht richtig kalt oder heiß ist dies ein eindeutiges Indiz für falsche Einstellungen“, betont der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg. Der Fachverband empfiehlt daher einen regelmäßigen Trinkwassercheck, um Schwachstellen aufzuspüren. Die Experten der  Fachbetriebe überprüfen das Leitungsnetz, sorgen für eine adäquate Einstellung der Wassertemperaturen und geben dazu noch Tipps zum Wassersparen.