Unterwegs zu sein ist während der Corona-Pandemie nicht angezeigt und so machen viele Bundesbürger aus der Not eine Tugend. Auch für die Haustiere bringt die Situation Veränderungen. Herrchen und Frauchen sind im Home Office oder in Kurzarbeit und sie müssen auf ihre zwischenmenschlichen Kontakte verzichten. Neben dem Effekt, dass das Zuhause aufgewertet und umgestaltet wird, bekommen die tierischen Freunde mehr Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.

Kleines süßes Kätzchen mit Weihnachtsdekoration

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Das Kitten freut sich schon auf sein Geschenk - idealerweise lenkt es vom Baum, der Weihnachtsdeko und leeren Schachteln ab.

Ein gemütliches Heim - auch fürs Tier

Das Weihnachtsfest kann ein schöner Anlass sein, dem tierischen Mitbewohner eine Freude zu bereiten und seinem Bedürfnis nach einem gemütlichen Heim gerecht zu werden. Eine neue Voliere für die Wellensittiche, ein größeres Terrarium für den Gecko, mehr Versteckmöglichkeiten im Gehege der Kaninchen, für die Katze eine eigene Kuscheldecke oder ein großzügiger Kratzbaum? Jede Tierart hat ihre eigenen Bedürfnisse. Vielleicht schenkt sich der eine oder andere Zweibeiner selbst ein Stück Natur für sein Zuhause und stattet es mit einem Aquarium samt Fischschwarm aus.

Bei der Auswahl von Heimtierbedarf empfiehlt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), sich im Zoofachhandel beraten zu lassen: "Spielzeuge für Nager und andere Heimtiere sollten aus geeigneten Materialien sein", erklärt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. "Unbedenklich sind Naturmaterialen wie Holz, Gummi, Latex oder Baumwolle. Für manche Heimtiere eignen sich auch Spielzeuge aus speziellen Kunststoffen." Spielsachen, die leicht splittern oder so klein sind, dass sie beim Kauen verschluckt werden können, sollte man nicht wählen. Für mehrere kleine Gaben bietet der Zoofachhandel sogar Adventskalender für Tiere an.

Wer lieber selbst aktiv wird, findet hier Ideen, wie man Katzenspielzeug selbst machen kann.

Mann schenkt seinem Hund ein Weihnachtsgeschenk

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Für Hunde eignen sich nicht nur Leckerlis, sondern auch Spielzeuge. Die Verpackung allerdings ist eher etwas für den schenkenden Zweibeiner - ob Hunde wert auf eine schöne Geschenkbox legen, sei dahingestellt.

Weihnachtliches Schlemmen für Vierbeiner

Bei Leckerlis zum Fest empfiehlt es sich, auf tiergerechte Kost zu setzen. Hier kann man seine Lieblinge mit funktionalen Snacks verwöhnen. Beispiele sind leckere Nikolaus-Kauknochen oder eine Beef-Stick-Geschenkbox für den Hund sowie Kaustreifen für die Zahnpflege oder Drops gegen Mundgeruch. Hier finden Sie grundsätzliche Tipps zur Ernährung von Junghunden.

Auch für Stubentiger ist die Auswahl groß: von Lachspastete über Käseröllchen, Knusperkost mit Fisch, Shrimps oder Calamari bis zum Joghurt-Drink für die gesunde Darmflora gibt es alles, was das Katzenherz begehrt, und das häufig ohne Zusätze wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder Farbstoffe. Tipps rund um die Katzenernährung finden Sie hier.

Vielfältige Keimfuttermischungen mit Buchweizen, Kürbis- und Gurkenkernen sowie Kräcker mit Calcium oder mineralstoffreichen Kräutern verwöhnen Ziervögel zum Fest. Für Nagetiere wird Weihnachten mit leckeren Sticks, Käse-Pasteten oder Körbchen mit Früchte- und Gemüsemischungen zum kulinarischen Höhepunkt des Jahres. "Der Kaloriengehalt der Snacks sollte aber unbedingt in die Tagesration Futter eingerechnet werden, damit die Tiere nicht zunehmen", erinnert ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Sie haben ein Kaninchen oder möchten eins anschaffen? Lesen Sie diesen Artikel zur Kaninchenhaltung.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Auch wenn Hunde, Katzen und andere Heimtiere in Zeiten der Kontaktbeschränkung Trost bieten können - sie sollten nicht als Weihnachtsüberraschung verschenkt werden. Damit spontan angeschaffte Tiere nicht aufgrund von Überforderung im Tierheim landen, sollten Tierfreunde die Anschaffung eines Heimtiers gründlich planen!

Viele Fragen klären sie am besten im Familienrat vor der Anschaffung eines Tieres. So sollten alle mit dem neuen tierischen Mitbewohner einverstanden sein, denn schließlich bleibt ein Heimtier nicht nur für ein paar Wochen in der Familie. Wer führt den Hund täglich mehrmals Gassi, wer reinigt das Gehege des Meerschweinchens, wer füttert und spielt mit der Katze? Dabei geht es durchaus um Zeiträume von zehn bis 20 Jahren, bei einzelnen Tierarten - wie etwa Schildkröten - gar um ein halbes Jahrhundert.

Statt Tier lieber Tier-Infos schenken

Als Geschenke unterm Weihnachtsbaum (für die Zweibeiner) eignen sich deshalb ein schönes Ratgeberbuch über das ersehnte Tier oder auch ein Gutschein für den Zoofachhandel.

Dort kann man sich dann in Ruhe beraten lassen und nach reiflicher Überlegung ein passendes Heimtier auswählen.