Vitamin D ist in unserem Körper an unterschiedlichen Prozessen beteiligt: Mit seiner Hilfe können wir genug Kalzium aus der Nahrung in den Knochen einlagern. Außerdem sorgt es dafür, dass sich die Abwehrzellen im Fall einer Infektion vermehren. Auch unser Herz-Kreislauf-System ist auf Vitamin D angewiesen, denn ein Mangel kann das Risiko für Bluthochdruck erhöhen. Darüber hinaus spielt das Vitamin eine wichtige Rolle bei der Zellteilung.

20 Mikrogramm täglich

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Vitamin-D-Aufnahme von 20 Mikrogramm. In geringen Mengen können wir Vitamin D über die Nahrung aufnehmen. Allerdings sind nur wenige Lebensmittel ausreichend gute Vitamin-D-Lieferanten. Dazu zählen zum Beispiel Lebertran (300 Mikrogramm pro 100 Gramm) und fettreicher Fisch wie Hering (27 Mikrogramm pro 100 Gramm). Geringe Mengen Vitamin D sind in Avocado, Pilzen sowie Hühnereiern enthalten (zwei bis fünf Mikrogramm pro 100 Gramm).

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Vitamin D ist im menschlichen Körper an vielen Prozessen beteiligt.

Die körpereigene Bildung von Vitamin D kann nur stattfinden, wenn UVB-Strahlen auf unsere Haut treffen. Hierzulande scheint die Sonne zwischen Mai und September stark genug für eine ausreichende Vitamin-D-Produktion. Konnte unser Körper im Sommer genug Vitamin D bilden und in Fett und Muskeln speichern, reicht die Reserve im Idealfall auch für die kalten Monate. Genug Sonne zu tanken ist aber nicht für alle Menschen gleich möglich. Ein Problem: Damit die UVB-Strahlen ihre Wirkung auf der Haut entfalten können, muss sie frei von Sonnenschutzcreme sein. Gerade für helle Hauttypen drohen dann Sonnenbrand und Hautschäden.

Erhöhter Vitamin-D-Bedarf

Bestimmte Personen haben einen erhöhten Vitamin-D-Bedarf, zum Beispiel schwangere oder stillende Frauen. Auch bei Senioren kann ein Mangel auftreten, denn im Alter lässt die Fähigkeit der Haut nach, Vitamin D zu bilden. Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, kann die Einnahme von Mikronährstoffpräparaten sinnvoll sein. Ob ein Mangel vorliegt, kann der Hausarzt mithilfe eines Bluttests feststellen und geeignete Präparate zum Ausgleich verschreiben.