Wertgegenstände in den eigenen vier Wänden lagern ist riskant. Wer Geld, Gold oder Schmuck zu Hause aufbewahrt, sollte sich daher intensiv mit der Sicherheit seiner Schätze befassen. Unter der Matratze oder im Wäscheschrank jedenfalls sind sie nicht gut aufgehoben, warnt Versicherungsexperte Rolf Mertens: „Einbrecher kennen alle Verstecke – auch Schlupfwinkel wie den Klospülkasten, das Tiefkühlfach oder die Schachtel eines Gesellschaftsspiels.“

Billige Tresore machen es Dieben leicht

Als Alternative zum Bankschließfach bieten sich heimische Tresore an, die jedoch ein paar Mindeststandards erfüllen sollten. Zum Schutz vor Dieben eignen sich nur Wertschränke, die mindestens 200, besser 1.000 Kilogramm wiegen. Leichtere Billigmodelle erleichtern den Kriminellen die Arbeit, weil sie den Tresor einschließlich aller Wertsachen einfach mitnehmen und später in Ruhe knacken können. Die sichersten Varianten sind Einmauerschränke oder Tresore, die fest in der Wand oder im Boden verankert sind. „Ratsam ist außerdem, auf Prüfsiegel zu achten, die meist auf der Innenseite der Tür zu finden sind“, erklärt der Versicherungsexperte. „Zur Orientierung eignen sich die Plaketten der European Security Systems Association und von der VdS-Schadenverhütung.“

Wann zahlt die Hausratversicherung?

Zudem sollte ein Tresor nicht so auffällig in der Wohnung herumstehen, dass er gleich ins Auge sticht. Besser als ein Schloss mit Schlüssel eignet sich ein Zahlenschloss mit persönlichem Code. Von den Eigenschaften und der Anbringung des Safes ist es abhängig, in welcher Höhe die Hausratversicherung im Fall der Fälle verlorene Wertsachen ersetzt. „Um auch bei hohen Werten Anspruch auf eine vollständige Erstattung zu haben, ist ein passender Tresor mit ausreichender Sicherheitsstufe erforderlich“, sagt Rolf Mertens. Bei allem, was ungesichert herumliegt, springt der Versicherer nur in begrenztem Umfang ein.