Mit den bunten Früchten von Zierbeerensträuchern können im Hausgarten wunderschöne Akzente gesetzt werden.

Immer noch Pflanzzeit

Wer keinen Zierbeerenstrauch im Garten hat, sollte sich beeilen: Solange es noch keinen Bodenfrost gibt, lassen sich Sträucher gut in den Boden setzen. "Der Standort für den neuen Beerenstrauch sollte überlegt ausgewählt werden", rät Gärtnermeisterin Claudia Heß von der Baumschule Rösch in Achern. "Viele dieser Sträucher sehen im Sommer nicht ganz so auffallend aus und entfalten erst im Herbst und Winter ihre volle Pracht. Da wäre es schade, wenn der Strauch im hintersten Winkel des Gartens stünde und nicht gut sichtbar wäre." Die meisten Zierbeerensträucher kommen mit einem sonnigen bis halbschattigen Platz und einem normalen Gartenboden gut klar. Die Expertin empfiehlt, die Pflanzen immer in einer örtlichen Baumschule zu kaufen. "Kaufen Sie da, wo es wächst", so Claudia Heß. Baumschulen haben die Sträucher in der Regel selbst gezogen, kennen die Ansprüche ihrer Schützlinge und wissen so, welchen Platzbedarf sie haben oder ob und wie sie mit den regionalen Böden und dem Klima zurechtkommen.

Im Winter in Hochform

Gärtnermeisterin Heß hat ihre ganz persönlichen Favoriten. "Ich mag die auch hier im Schwarzwald heimischen Stechpalmen (Ilex) sehr gern, diese sind meist immergrün und sehen den ganzen Winter über schön aus." Sie eignen sich gut als Formgehölze und für Hecken. Aber auch der immergrüne Heilige Bambus (Nandina domestica) mit seinem sehr schönen Laub, den weißen Blüten und dekorativen roten Früchten im Herbst ist eine Zierde für fast jeden Garten. Oder die mittelhohe Schönfrucht, auch Liebesperlenstrauch (Callicarpa bodinieri) genannt: Sie bildet im Juli und August zarte lila Blüten und läuft ab September zur Hochform auf. Ihre spektakulären, kräftig violetten Beeren haften bis weit in den Winter hinein an den Zweigen und sind in der dunklen Jahreszeit eine Sinnenfreude für die Augen.

Pflegetipps und Eigenschaften

Pflegehinweise, beispielsweise zum Rückschnitt, sind gerade bei Ziergehölzen artspezifisch. Sie können in der Baumschule angefragt werden, denn dort finden sich die kompetenten Berater rund um die Pflanze. Die Beeren der im Text genannten Zierbeerensträucher sind für Menschen giftig und unterscheiden sich dahingehend von Beerenobststräuchern, wie Johannis- oder Stachelbeeren.