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Zufriedenheit und eine positive Bilanz

Gartenschau Eppingen geht zu Ende

Der eigens angelegte Stadtweiher lädt zum Verweilen ein.

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Der eigens angelegte Stadtweiher lädt zum Verweilen ein.

„Das Sommermärchen geht zu Ende“, so drückt es Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke auf der Abschlusspressekonferenz zur Gartenschau aus. 132 Tage liegen hinter den Verantwortlichen, und die Bilanz fällt sehr positiv aus.

Das Konzept der Gartenschau habe laut den Verantwortlichen sehr gut funktioniert. Durch die Einbindung der Altstadt wurde Eppingen förmlich belebt. Davon haben laut Holaschke auch Händler und Gastwirte profitiert. „Ich habe denen als es losging gesagt: Jetzt ist Erntezeit, und die Ernte konnte gut eingefahren werden“, so Holaschke. Es sei gelungen, viele Besucher von der Gartenschau aus auch in die Stadt zu locken, meint Bürgermeister Peter Thalmann.

Auf der Abschlusspressekonferenz zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden mit dem Ergebnis der Gartenschau Eppingen: Sabine Kurtz vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Klaus Holaschke, Bürgermeister Peter Thalmann und Gerhard Hugenschmidt, Vorsitzender der Fördergesellschaft der Baden-Württembergischen Landesgartenschauen (v.li.)

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Auf der Abschlusspressekonferenz zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden mit dem Ergebnis der Gartenschau Eppingen: Sabine Kurtz vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Klaus Holaschke, Bürgermeister Peter Thalmann und Gerhard Hugenschmidt, Vorsitzender der Fördergesellschaft der Baden-Württembergischen Landesgartenschauen (v.li.)
Peter Thalmann erklärt die Maßnahmen zum Rückbau.

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Peter Thalmann erklärt die Maßnahmen zum Rückbau.
Gerhard Hugenschmidt zeigt sich mit den einzelnen gärtnerischen Aktivitäten und Aktionen zufrieden.

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Gerhard Hugenschmidt zeigt sich mit den einzelnen gärtnerischen Aktivitäten und Aktionen zufrieden.
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„Wir haben manchen Kritiker überzeugen können, durch die Art wie die Gartenschau durch ihre Präsenz in der Innenstadt gewirkt hat“, erklärt der Oberbürgermeister. Sowohl er als auch Thalmann hoben den gewachsenen Zusammenhalt, das gemeinsame Miteinander in der Bevölkerung als einen Kernpunkt der positiven Bilanz hervor.

Ein positiver Tenor

Auch die Staatssekretärin Sabine Kurtz vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg stimmt in den positiven Tenor ein: „Der Sommer. Die Stadt und Du, das war ihr Motto. Ich möchte das ‚Du‘ besonders hervorheben. Denn dies drückt den Zusammenhalt der Gesellschaft aus, den Sie hier gezeigt haben.“

Die Wasserwege sorgen für eine gute Abkühlung.

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Die Wasserwege sorgen für eine gute Abkühlung.

„Sie haben mit ihrem Konzept voll ins Schwarze getroffen“, fasst Kurtz zusammen. Eppingen sei ein „Werbeträger“ für die ganze Region gewesen, betont sie. Besonders erfreut zeigte Kurtz sich, dass auch an die Kinder gedacht wurde und hob dabei die Wasserwege hervor, welche laut Holaschke auch erhalten bleiben sollen: „Das ist im Sommer auch eine gute Abkühlung.“

Auch Gerhard Hugenschmidt von der Fördergesellschaft der Baden-Württembergischen Landesgartenschauen zeigte sich zufrieden, nicht nur mit dem Jetzt, sondern auch mit den positiven Nachwirkungen in der Zukunft: „Das Wir-Gefühl, welches entstanden ist, wird weit über 2022 hinaus bleiben“, ist er sich sicher.

In die Karten hat den Verantwortlichen dabei auch der heiße Sommer gespielt. Denn das Wetter war passender wie es nicht sein kann für eine Gartenschau. Viel Sonne, wenig Regen. Doch das bedeute auch eine große Herausforderung. „Es war ein Kraftakt, in diesem trockenen Sommer die Grünflächen auch grün zu halten“, betont Bürgermeister Peter Thalmann.

Auf der Gartenschau gab es viel kreatives zu sehen.

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Auf der Gartenschau gab es viel kreatives zu sehen.

Fast 400 Ehrenamtliche

Für das Gelingen der Gartenschau sorgten die Mitarbeiter der Stadt, aber auch die gut 380 Ehrenamtlichen, die Holaschke besonders hervorhob: „Die waren für uns ein Mehrwert, der in Zahlen gar nicht messbar ist.“ Manche von ihnen waren fast jeden Tag auf dem Gelände. Dies sei ein besonderer Spirit gewesen, so der Oberbürgermeister.

Fast 400.000 Besucher

Mit den Zahlen und Statistiken (Stand 29. September) zeigt man sich glücklich. Gut besucht war sie, die Gartenschau: 16.158 Dauerkarten wurden verkauft, gut 200.000 Tageskarten. Etwa 383.000 Besucher wurden registriert. Gut 245 Schulklassen haben laut Hugenschmidt das Grüne Klassenzimmer besucht. 

Es gibt viel zu sehen auf der Gartenschau.

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Es gibt viel zu sehen auf der Gartenschau.

Als „Ventil, welches geöffnet worden ist“, nach den Strapazen der Pandemie, bezeichnete Holaschke die Gartenschau. „Die Menschen konnten endlich wieder zusammenkommen“.

Sein Kollege Thalmann erhofft sich durch die vielen auswärtigen Besucher auch, dass viele von ihnen Eppingen künftig als ein touristisches Ausflugsziel sehen, wo es sich lohnt, wieder vorbeizuschauen.

„Das Rückgrat der Gartenschau“

Das Fazit fällt positiv aus, wenngleich es auch wichtige Erkenntnisse im Rahmen der über 2.000 Veranstaltungen gab. „Der Opernbesucher geht eher direkt in die Oper, wenn er eine sehen will und nicht zwingend dafür auf die Gartenschau“, meint Thalmann. Stattdessen seien die floristisch interessierten Besucher „das Rückgrat der Gartenschau“ gewesen, so Thalmann weiter.

Für die Stadt selbst bedeutet die Gartenschau einen wichtigen Schritt im Stadtentwicklungskonzept, sollen doch ein Großteil der Fläche als innerstädtische Grün-, Erholungs- und Begegnungsfläche erhalten werden. Thalmann sieht die Gartenschau deshalb auch als „Sahnehäubchen“ im gesamten Stadtentwicklungskonzept.

Viele Grünflächen sollen auch nach der Gartenschau erhalten bleiben.

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Viele Grünflächen sollen auch nach der Gartenschau erhalten bleiben.

Eppingen soll langfristig von diesem Projekt, in das gut zwei Jahrzehnte lang Planungszeit geflossen ist, profitieren. Es gab viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, so Holaschke. „Die Gartenschau hat dazu beigetragen, dass unsere sechs Stadtteile enger zusammengewachsen sind.“ Das sehe man gut an den Ehrenamtlichen. Viele kannten sich vorher nicht, aber haben so neue Bekanntschaften geschlossen. „Der Zusammenhalt, dieser emotionale Faktor, spielt eine unheimlich wichtige Rolle“, meint der OB.

Gerade im Veranstaltungsbereich will man auf den Erfahrungen der Gartenschau aufbauen. Es gebe laut Holaschke ein gutes Potenzial für neue Veranstaltungsorte wie den Biergarten im Schwanen oder auch den Weiherpark. Gerade auch in Anbetracht der aktuellen politischen Umstände soll den Bürgern „ein Stück Normalität geboten werden, mit Veranstaltungen auch im nächsten Jahr.

Der Rückbau

132 Tage lang stand Eppingen im Fokus, nun, am 4. Oktober beginnt der Rückbau des Geländes. Bühnen und technisches Equipment müssen abgebaut werden. Circa vier Wochen soll das dauern. „Es werden jedoch nicht gleich am 4. Oktober die Bagger anrollen. Wir gehen da behutsam vor“, betont Thalmann. Voraussichtlich in der zweiten Novemberwoche soll vieles für die Bevölkerung wieder zugänglich sein.

Viele Grünflächen sollen auch nach der Gartenschau erhalten bleiben.

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Viele Grünflächen sollen auch nach der Gartenschau erhalten bleiben.

Denn: vieles soll auch bleiben. So unter anderem die Wasserwege, die für Abkühlung im Sommer sorgen sollen, der große Spielpatz, die Altstadtpromenade oder auch der Gastronomiebereich am Stadtweiher, hier jedoch mit neuem Betreiber. Noch sei allerdings nicht bei allem final entschieden, ob es bleibt oder zurückgebaut wird. Viele Bürger wünschten sich laut Holaschke beispielsweise, dass der Stadtpavillon erhalten bleibt. Darüber denke man zur Zeit nach.

Führung und Information

Genauere Informationen sollen die Bürger bald erhalten. Am Samstag, 8. Oktober, um 9.30 Uhr wird es eine Führung durch das Gelände geben (Treffpunkt Eingang West), um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Dabei soll dann auch informiert werden, was genau alles erhalten bleibt.   

In jedem Fall verspricht der Oberbürgermeister seiner Bevölkerung eines: „Es ist und wird eine grüne Oase in der Stadt bestehen bleiben.“

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