Stechen, Brennen, Druckgefühl - wie unangenehm Ohrenschmerzen sein können, hat fast jeder schon einmal erlebt. Und mit der Erkältungssaison steigt nun auch wieder akut die Gefahr dafür. Denn besonders häufig treten Ohrbeschwerden im Zuge eines grippalen Infektes auf. Das liegt daran, dass der gesamte Hals-Nasen-Ohren-Apparat des menschlichen Körpers miteinander verbunden ist, weshalb eine Entzündung im Bereich der oberen Atemwege sich bis zum Mittelohr ausbreiten kann. Allerdings sind nicht immer Erkältungen schuld, sondern auch Bakterien und Zugluft können Ohrenschmerzen auslösen.

Dampfbad und Ohrentropfen

Bei leichteren Beschwerden ist zunächst die Behandlung mit klassischen Schmerzmitteln üblich. Auch Rotlichtbestrahlung tut oft wohl und ein warmes Dampfbad mit Kamille, deren ätherischen Öle schmerzlindernd und heilend wirken können. Natürliche Ohrentropfen sind als Ergänzung zu diesen Maßnahmen denkbar. Die Zusammensetzung aus rein biologischen ätherischen Ölen, Propolis und Schwarze Johannisbeere kann bei Reizungen sanft beruhigen sowie die Abwehrkräfte stärken und schützen, ohne die sensible Haut im Ohr auszutrocknen.

Nasenspray und die Gefahr der Abhängigkeit

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In Verbindung mit Schnupfen ist zudem die kurzfristige Anwendung (langfristig kann eine Abhängigkeit entstehen) eines abschwellenden Nasensprays für die verstopften Nasenlöcher empfehlenswert, um die Belüftung des Mittelohrs zu erhalten. Bei stärkeren und anhaltenden Schmerzen, Schwellungen sowie beim Austritt von Eiter oder Sekret sollten Betroffene allerdings unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Vorbeugen ist am besten

Ansonsten gilt es, Beschwerden frühzeitig vorzubeugen. Um beispielsweise die Ohren in der kalten Jahreszeit zu schützen, ist es angeraten, bei frostigen Temperaturen im Freien grundsätzlich eine Mütze oder Kapuze zu tragen. Wer gern zum Schwimmen ins Hallenbad geht, trägt am besten geeignete Ohrenstöpsel. Außerdem sollte bei der Reinigung der Lauscher auf das Stochern mit Wattestäbchen verzichtet werden. Auch hier können spezielle Ohrentropfen für schonende Hygiene sorgen.

Ohrentropfen richtig anwenden

Am besten lässt sich die Flüssigkeit einträufeln, wenn der Patient man auf der Seite liegt und das betroffene Ohr nach oben zeigt. Falls möglich führt eine zweite Person dies aus. Anschließend sanft am Ohrläppchen ziehen, damit die Tropfen den Gehörgang entlangfließen können. Immer darauf achten, dass die Pipette die Haut und Ohrmuschel nicht berührt, damit sie nicht verunreinigt wird. Zum Abschluss den Gehörgang mit einem Watte- oder Mullpfropfen locker verschließen.