Das zeigt eine Auswertung des Verbraucherportals Testberichte.de in Zusammenarbeit mit Verivox. Aber: Auch innerhalb der Energieklassen kann der Stromverbrauch stark schwanken.

Tipps zum Energiesparen

A+++ lohnt sich besonders bei Waschmaschine und Kühl-Gefrier-Kombi

Effiziente Haushaltsgeräte sind in der Anschaffung teurer, im Gegenzug benötigen sie weniger Strom. Um den Mehrpreis über die geringeren Stromkosten auszugleichen, dauert es je nach Geräteklasse unterschiedlich lange.
Der Kauf einer Waschmaschine mit A+++ rechnet sich gegenüber A++ durchschnittlich nach 4,5 Jahren (220 Waschzyklen). Berücksichtigt man zusätzlich die Wasserkosten, die die laufenden Ausgaben nahezu verdoppeln, geht es deutlich schneller: Das Preisplus haben Käufer dann bereits nach 2,8 Jahren raus. Ähnlich lange dauert es bei der Kühl-Gefrier-Kombination. Wer sich für A+++ entscheidet, amortisiert den Mehrpreis gegenüber A++ durchschnittlich innerhalb von 2,7 Jahren.

Familie beim Haushaltsgeräte-Kauf

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Verbraucher sollten beim Gerätekauf genau hinschauen.

Beim Geschirrspüler ist Energieeffizienz teuer

Auch beim Trockner lohnt sich die Anschaffung der höchsten Energieklasse. Rund 8,2 Jahre benötigt ein Haushalt im Schnitt bis sich der Aufpreis eines A+++ Geräts über die Einsparung bei den Stromkosten wieder ausgleicht.
Verhältnismäßig lange dauert es beim Geschirrspüler. Hier verstreichen 20,6 Jahre bzw. 18,9 Jahre inkl. Wasserkosten. Der Aufpreis für das energieeffizientere Gerät lässt sich damit nicht innerhalb der durchschnittlichen Nutzungsdauer von 12 Jahren "raussparen".

Das liegt vor allem an dem großen Preisunterschied zwischen den beiden Energielabels: Während dieser bei Waschmaschine, Kühl-Gefrier-Kombi und Trockner zwischen 9 und 22 Prozent liegt, müssen Verbraucher beim Geschirrspüler im Schnitt 51 Prozent mehr für A+++ auf den Tisch legen/ausgeben.

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Stromverbrauch und Preise variieren stark

Die Daten zeigen: Mit energieeffizienten Geräten lässt sich langfristig fast immer sparen. Dennoch sollten Verbraucher beim Kauf genau hinschauen. Denn auch innerhalb der Energieklassen variiert der Stromverbrauch stark. So benötigt die "stromfressende" Waschmaschine mit A+++ viermal mehr Strom je Kilogramm Wäsche als das sparsamste Gerät in derselben Energieklasse. Bei Kühl-Gefrier-Kombinationen ist der Unterschied geringer, mit dem doppelten Strombedarf je 100 Liter Nutzinhalt aber immer noch sehr deutlich.

Bei den Preisspannen innerhalb des Energielabels A+++ zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Preise je gerätespezifischer Maßeinheit variieren um das Sechs- bis Neunfache.

Individuelles Verbraucherverhalten entscheidend

Darüber hinaus spielt das eigene Nutzungsverhalten eine große Rolle. Wer seine Wäsche nur selten elektrisch trocknet schafft es kaum, die Mehrkosten für das effizientere teurere Gerät über die Stromersparnis reinzuholen. Haushalte, in denen der Geschirrspüler hingegen täglich läuft und die ein vergleichsweise günstiges Gerät erwerben, können auch mit A+++ unterm Strich besser fahren.

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Neues Energielabel für Haushaltsgeräte

Seit dem 1. März 2021 gelten für Haushaltsgeräte wie Kühlgeräte, Geschirrspüler und Waschtrockner neue Effizienzklassen – aus „A+++ bis D“ wird jetzt „A bis G“. Dabei gibt die EU-Vorschrift vor, dass zu Beginn nur die Effizienzklassen B bis F besetzt werden dürfen. Die Effizienzklasse A, in der die höchsten Anforderungen an die Energieeffizienz gelten, sollen die Modelle voraussichtlich erst in zehn Jahren erreichen. So erhalten Unternehmen einen Anreiz, besonders energieeffiziente Geräte auf den Markt zu bringen, die sich dann aus der Masse herausheben können.

Eine Broschüre des Umweltministeriums BW stellt die aktuell besonders sparsamen Modelle zusammen und bietet eine Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher. Auch das neue Energielabel der Europäischen Union (EU) für Haushaltgeräte erklärt die Broschüre anschaulich

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikation/did/besonders-sparsame-haushaltsgeraete-2021-1/

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg