Neben anonymen Rasengräbern wächst das Interesse vor allem an Baumbestattungen in einem Urnenwald. Dort wird die Asche des Verstorbenen direkt an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt, die Grabpflege übernimmt die Natur.
Die letzte Ruhe unter Bäumen, in Harmonie mit der Natur und abseits städtischer Betriebsamkeit spendet Angehörigen und Freunden in besonderer Weise Trost und gibt dem Abschied einen würdevollen Rahmen.Tatsächlich wird diese Form der Bestattung immer mehr genutzt und wer sich für eine solche Alternative entscheidet, kann im Rahmen einer Friedwaldführung für sich und seine Familie einen geeigneten Baum aussuchen.

Wald oder Ruhebiotop

Bei einem Bestattungswald handelt es sich um einen natürlich gewachsenen, nicht eingezäunten und für jedermann begehbaren Wald. Die „Gräber“ sind jeweils durch ein Namensschild am Baum gekennzeichnet oder bleiben anonym. Lediglich Wandtafeln an den Hauptzugangswegen des Waldes weisen auf die Besonderheit des Ortes hin und zeigen auf, welche Flächen als Ruhestätten genutzt werden.

Naturbestattung im Wald

iStock/Thinkstock

In einem Ruheforst findet die Beisetzung in sogenannten „Ruhebiotopen“ statt, das sind Waldflächen, die sich durch markante Naturelemente auszeichnen. Hier kann nicht nur ein Baum, sondern auch eine Lichtung mit Strauchwuchs als Begräbnisort gewählt werden. Die Begriffe „FriedWald“ und „Ruheforst“ sind als Markenzeichen geschützt, die Ausweisung von Friedwäldern basiert auf der Kooperation dieser Unternehmen mit den örtlichen Kommunen und Forstverwaltungen.

Urnenhain auf dem Friedhofsgelände

Kommunale Friedhöfe bieten Baumbestattungen auf eigens ausgewiesenem Gelände an. Solche Areale tragen dann die Bezeichnung Friedpark, Urnenhain oder Ruhehain. In jedem Fall setzt sich die Bestattung in parkähnlicher oder frei gewachsener Landschaft immer mehr durch. Bäume werden zum natürlichen Grabmal im Wald – einem besonderen Ort der Stille und inneren Einkehr.