Die vergleichsweise hohe Erst-Investition in die Photovoltaikanlage entfällt bei der Pacht ebenso wie der Aufwand fürs Betreiben der Anlage (was ist eigentlich der Unterschied zwischen Miete und Pacht?). Für Erwerb und Installation ist mit Investitionskosten bei wirtschaftlichen PV-Kleinanlagen mit 5 bis 15 kWp von rund 1.700 Euro pro kWp zu rechnen.

Wer eine Anlage pachtet, kann mögliche Fehlfunktionen oder Schäden durch den Anbieter beheben lassen, auch die Wartung ist inklusive. Laut EuPD Research bietet inzwischen jeder fünfte der rund 1.300 deutschen Energieversorger Photovoltaikanlagen zur Pacht an.

► Sonnenenergie im Faktencheck: Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?
Wie funktionieren Photovoltaik-Anlagen und was kosten sie?
Zum Solarstromspeicher in fünf Schritten

Ökostrom von der Sonne ohne Risiko autark produzieren

Eine solche Solarstrom-Komplettlösung fürs Dach eröffnet Verbrauchern die Möglichkeit, ohne Risiko Ökostrom für den Eigenverbrauch zu produzieren und zu nutzen. "Durch die monatliche Pacht sind die Kosten für die Solaranlage planbar und Kunden sind weitgehend unabhängig von Strompreis-Schwankungen am Markt", erklärt Anbieter Thomas Augat.

Solarinteressierte erhalten neben einer persönlichen Beratung vor Ort die Photovoltaikanlage, inklusive Installation, Monitoring und Absicherung. Auf Wunsch gibt es einen Stromspeicher dazu, der über ein intelligentes Steuerungssystem die optimale Nutzung von Solaranlage und Speicher sicherstellt. So hat der Kunde volle Transparenz über seinen produzierten Sonnenstrom und den Energieverbrauch.

PV-Anlagen amortisieren sich

Moderne Photovoltaikanlagen erreichen derzeit nach mehr als zehn Jahren ihre Amortisation. Die Zukunft der Photovoltaik hängt von den sogenannten Stromgestehungskosten ab. Gemeint sind damit alle Kosten, die bei der Erzeugung von Strom durch die erneuerbaren Energien entstehen.

Photovoltaik-Anlagen kommen (lt. Studie Fraunhofer-Institut SLE 2019)kommen auf Werte zwischen 3,71 und 11,54 Eurocent pro Kilowattstunde und sind damit im Mittel in Deutschland die kostengünstigste Technologie unter allen Kraftwerkstypen - noch vor Windkraft und Biomasse. Für die Zukunft sahen die Wissenschaftler weiteres Kostensenkungspotenzial. Denn der Wirkungsgrad der Module und deren Lebensdauer steigen.