„Eine geschlechtergerechte Berufs- und Studienorientierung ist dringend notwendig“, sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Noch viel zu häufig würden in der Berufsorientierung und -beratung nicht vordergründig die Fähigkeiten der Jugendlichen in den Blick genommen und daraus attraktive Berufswege für sie aufgezeigt, sondern – teils unbewusst – geschlechterangepasste Berufswege vorgeschlagen.

Berfusberatung soll abseits von Rollenklischees stattifnden

monkeybusinessimages/iStock/Getty Images Plus

Die Berufsberatung sollte für alle Geschlechter neutral durchgeführt werden, damit Jugendliche sich bei der Berufswahl nicht von Klischees beeinflussen lassen.

„Es muss uns gelingen, dass Geschlechterklischees aufgeweicht werden, sowohl bei den Jugendlichen selbst, deren Eltern, aber auch bei den Lehrenden – egal ob in der Kita oder in der Berufsschule“, so Schwannecke. Nur so könne es gelingen, alle Potentiale besser auszuschöpfen und gleichzeitig die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zu berücksichtigen. „Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich die Partnerinnen und Partner der Initiative Klischeefrei stellen. Gehen wir diese gemeinsam an!“ fordert der ZDH-Generalsekretär.

Initiative Klischeefrei

Der ZDH gehört neben einer Vielzahl renommierter Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen sowie mehrerer Bundes- und Landesministerien der Initiative Klischeefrei an. Diese startete im Dezember 2016 mit dem Ziel, sich für eine Berufs- und Studienwahl frei von geschlechtsspezifischen Rollenmustern einzusetzen. Neben dem ZDH gehören der Initiative Klischeefrei fünf Bundesministerien, mehrere Landesministerien, die Bundesagentur für Arbeit, das BIBB, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sowie zahlreiche Hochschulen und viele weitere Institutionen und Einrichtungen an. Schirmherrin ist Elke Büdenbender, die Frau des Bundespräsidenten.