Der 14. Februar ist für viele Menschen ein willkommener Anlass, den Partner oder die Partnerin zu beschenken. Das Ziel: dass das Präsent dem Beschenkten möglichst gut gefällt. Wer hier im Vorfeld nicht auf Wunschzettel oder eine direkte Frage zurückgreifen will, ist im Blindflug unterwegs.

Symbolkraft ist stärkster Bewertungsfaktor eines Geschenks

Eine Studie der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners hat herausgefunden, dass es durchaus verlässliche Beliebtheitskriterien für Geschenke gibt. "Wie Beschenkte das Geschenk bewerten, ist abhängig vom wahrgenommenen Preis und der Symbolkraft des Präsents", erklärt Handelsexperte Tobias Maria Günter.

Günstig und mit Symbolkraft - beliebteres Geschenk als teuer und nichtssagend

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Kleinere, günstigere Geschenke zum Valentinstag kommen gut an, wenn der Beschenkte ihnen eine symbolische Bedeutung zumisst.

Dabei ist eine symbolträchtige Bedeutung der stärkste Faktor bei der Bewertung des Geschenks durch den Empfänger. Sie beeinflusst das Urteil sogar stärker als der Preis. "Das geschieht nicht bewusst", erklärt Felix Pfaffe, Studienautor und Consultant. "Vielmehr läuft die Wertung von Geschenken häufig total intuitiv ab."

Lieber billig und symbolträchtig als teuer und nichtssagend

Wie die Studie zeigte, bewerteten die Teilnehmenden teure und symbolträchtige Geschenke am besten, da sie dem Beschenkten zeigen, dass der Schenker sich Gedanken gemacht und einigen Aufwand betrieben hat. Zudem setzten sie ein solches Präsent auch mit einer Investition in die Beziehung gleich. Günstige Geschenke ohne persönliche Bedeutung schnitten in der Studie erwartungsgemäß am schlechtesten ab.

Billige Geschenke mit Symbolkraft waren bei den Beschenkten beliebter als teure Geschenke ohne Bedeutung. "Das zeigt, dass die Bedeutung eines Geschenks seinen Wert ausmacht", sagt Pfaffe. "Was der Schenkende bezahlt hat, tritt dagegen in den Hintergrund." Das bestätigte die Studie: Bei symbolträchtigen Geschenken reagieren Beschenkte häufig weniger preissensibel.