„Und zum Schluss noch etwas Süßes?“ Kaum jemand sagt bei diesem Angebot gern nein. Für viele Menschen ist ein kleines Törtchen oder ein Riegel die Krönung einer gelungenen Mahlzeit. Warum auch nicht? Gegen eine gelegentliche Nascherei ist nichts einzuwenden. Selbst den Zähnen schadet es nicht, wenn es das Richtige ist und nach der Mahlzeit regelmäßig die Zahnbürste in die Hand genommen wird.

Auf der chocolART in Tübingen gibt es leckere Schokoladenkreationen

beats3/iStock/Getty Images Plus

Wer in Maßen genießt und sich um die Zähne kümmert, der darf auch ohne schlechtes Gewissen leckere Schokolade essen.

Nicht nur was, sondern wie lange im Mund

Natürlich sollen Süßigkeiten nicht den ersten Rang auf dem Speiseplan ablaufen. Sie gelten nach wie vor als leere Kalorien, da sie kaum gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe beinhalten. Ob sie Karies hervorrufen oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So ist längst nicht mehr Zucker der Übeltäter Nummer eins. Auch Backwaren, Reis und andere Kohlenhydratträger sind mögliche Kariesverursacher.

Entscheidend ist nicht nur was gegessen wird, sondern vor allem wie lange das Nahrungsmittel im Mund verweilt. Bleiben die Kohlenhydrate lange im Mund, besteht die größte Gefahr, dass aus Zucker Säuren gebildet werden, die die Zähne angreifen. Klebrige, zuckerhaltige Lebensmittel wie Karamellbonbons oder klebriges Konfekt, aber auch der hochgelobte Honig, schaden den Zähnen am meisten, da sie lange mit den Zähnen in Kontakt sind. Aber auch Fruchtsäfte können Karies hervorrufen, insbesondere fortlaufendes Trinken der Säfte wie z.B. bei Babys und Kleinkindern schadet den Zähnen. Dabei ist es zweitrangig ob dem Fruchtsaft industriell Zucker zugesetzt wurde oder nur der fruchteigene Zucker in der Flasche ist.

Früchte essen und Saft trinken in der Pause im Büro

shironosov/iStock/Getty Images Plus

Obst und Saft sind zwar insgesamt gesünder als industriell hergestellte Süßigkeiten, aber auch sie können den Zähnen schaden.

Wesentlich gesünder für die Zähne ist frisches Obst. Doch auch hier gibt es Unterschiede: Knackige Äpfel sind besser als klebrige Bananen. Als Zwischenmahlzeiten verzehrte Süßigkeiten sind schlechter für die Zahngesundheit als der oben beschriebene Nachtisch. Je häufiger Süßes verzehrt wird, desto schlechter für die Zähne. Deshalb ist es ratsamer, die Tafel Schokolade auf einmal zu vernaschen als alle 15 Minuten ein kleines Stück. Doch egal wie und wann Süßigkeiten gegessen werden, die Zahnbürste nach dem Essen sollte die Regel sein. Gründliches Bürsten nach dem Essen verhindert Karies immer noch am nachhaltigsten.

Zuckeraustauschstoffe sind eine Alternative

Wer auf den süßen Geschmack im Mund nicht verzichten und gleichzeitig seine Zähne schonen möchte, kann zu Süßwaren mit Zuckeraustauschstoffen greifen, z. B. zu erkennen am Zahnmännchen mit dem Schirm. Zuckeraustauschstoffe können von den Bakterien im Mund nicht in Säuren umgewandelt werden, d. h. der Zahnschmelz wird nicht angegriffen! Ganz im Gegenteil: Durch den süßen Geschmack der Zuckeraustauschstoffe wird der Speichelfluss angeregt und somit der körpereigene Schutzmechanismen gegen Karies aktiviert. Insbesondere xylithaltige Produkte sind in diesem Zusammenhang zu empfehlen.