Reinhold Friedrich, einer der berühmtesten Trompeter weltweit. Normalerweise sind die großen Bühnen der Welt so etwas wie sein zweites Zuhause. Durch Corona fielen jedoch auch für ihn zahlreiche Konzerte aus, so dass er seinen heimischen Balkon kurzerhand zur Bühne machte und dort musizierte. Der weit gereiste Trompeter hat seit vielen Jahren eine Professur an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Er sagt: „Karlsruhe ist für mich Heimat.“

Reinhold Friedrich: 5 Fragen an den Star-Trompeter

"Papa, Mutti, ich brauche eine Trompete"

Generell hat „Heimat“ für Reinhold Friedrich viele Dimensionen. Im Interview mit Tabea Spengler erzählt er, wo er sich musikalisch zu Hause fühlt und beschreibt die Wurzeln seiner Musikerkarriere, die bereits in seiner Kindheit liegen. 
Als er damals als Siebenjähriger mit seinem besten Freund spielt, erzählt ihm dieser von einer neuen Schallplatte seiner Eltern: Johann Sebastian Bachs zweites Brandenburgisches Konzert. Als Reinhold Friedrich dieses Stück für Trompete hört, wird für ihn alles klar: „Ich war wie vom Lichtstrahl getroffen, bin zu meinen Eltern nach Hause und habe gesagt: ‚Papa, Mutti, ich brauche eine Trompete, ich bin Trompeter‘.“ Seit diesem Moment zieht sich das Stück "wie ein goldener Faden" durch sein Leben. Selbst Reinhold Friedrich erscheint diese Geschichte manchmal unglaublich.

Wie sich durch diese Ansicht die musikalische Heimat von Reinhold Friedrich verändert hat, welche musikalischen Dialekte es gibt und wohin ihn seine Forschung führt, können Sie hier hören.

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An Neuer Musik kommt man nich vorbei

Dennoch beschränkt Friedrich sich nicht auf die Musik von Bach und dessen Zeitgenossen. In seiner Karriere hat er bereits zahlreiche Stücke uraufgeführt, darunter Werke von Wolfgang Rihm und Peter Eötvös. Ältere und Neue Musik haben für ihn einen untrennbaren Zusammenhang: "weil die Musik immer in einem historischen Kontext steht". Und weiter: „Wenn man politisch denkt, und dann Musik in Kombination dazu, dann kommt man an Neuer Musik nicht vorbei.“

Video: Eine Kostbrobe des Könnens von Reinhold Friedrich

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