"Ich spüre die Kälte in allen Knochen" - diesen Stoßseufzer hört man im Winterhalbjahr gerade von Arthrosepatienten häufiger. Zwar konnte bisher kein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen verstärkten Schmerzen und kalten Temperaturen belegt werden, aber subjektiv wird es vielfach so empfunden. Experten vermuten einen Grund darin, dass der Stoffwechsel sich verlangsamt und in der Folge die Durchblutung im Gelenk sinkt.

Vom Physiotherapeuten anleiten lassen

Hinzu kommt, dass sich die Menschen bei frostigem Wetter weniger bewegen, sondern es sich lieber auf der Couch gemütlich machen. Das aber ist Gift für alle, die unter Arthrose leiden. Der erste Ansatzpunkt, um mobil und geschmeidig zu bleiben, ist daher ein gelenkschonendes Training. Wer bei unwirtlicher Witterung nicht ständig hinaus will, kann auch täglich zu Hause aktiv werden. Am besten lässt man sich beim Physiotherapeuten geeignete Übungen zeigen.

Sport hilft

Noch besser ist es, regelmäßig beispielsweise ins Fitnesscenter oder ins Schwimmbad zu gehen. Angebote wie Crosstrainer, Yoga, Gymnastik oder Aquajogging sind ideal für Arthrosepatienten. Allerdings sollte man nicht mit akuten Schmerzen trainieren. Darum ist ein Besuch beim Orthopäden vorab sinnvoll. Er kann eine herkömmliche Schmerztherapie verordnen oder alternativ etwa auch Hyaluronsäure-Injektionen ins betroffene Gelenk, wie sie in der Leitlinie der Fachgesellschaften empfohlen werden. Als therapeutisch effektiv haben sich in Studien hochmolekulare Hyaluronsäuren gegen Arthrose gezeigt. Sie können schnell schmerzlindernd, stoßdämpfend und langanhaltend wirken.

Wärmebehandlungen sind wohltuend

Was vielen Betroffenen in der kalten Jahreszeit außerdem guttut, sind (außer bei aktivierter, entzündlicher Arthrose!) sanfte Wärmebehandlungen. Das können Bestrahlungen mit einer Rotlichtlampe sein, Kirschkernkissen oder Wärmflaschen auf den betroffenen Gelenken. Auch ein warmes Vollbad oder einen Saunabesuch empfinden viele Arthrosepatienten als angenehm. Sie fördern die Durchblutung und sorgen so oft für mehr Beweglichkeit.