Deine Bewerbung entscheidet darüber, ob du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Deshalb sollte sie:

  • vollständig
  • ansprechend gestaltet
  • fehlerfrei und
  • individuell auf jede Firma zugeschnitten sein.

Gute Vorbereitung ist alles! Informiere dich vorab und dann: schnapp dir den Job!

Video: Erste Bewerbung schreiben: So kriegst du den Job! (Ausbildung, Praktikum, nach Studium)

Vor der Bewerbung über das Unternehmen informieren!

Bevor du deine Bewerbung schreibst und gestaltest, solltest du dich auf der Unternehmenswebsite gut über das jeweilige Unternehmen informieren. Außerdem kannst du mit Menschen reden, die dort bereits arbeiten. Oder ruf bei ganz konkreten Fragen einfach an. Je nach Firmengröße findest du Mitarbeiterbewertungen auf speziellen Internetportalen. Dort findest du vielleicht auch allgemeine Infos wie beispielsweise Mitarbeiter-Benefits, die auf der Firmenwebsite gar nicht aufgeführt werden.

Notiere dir alle Fragen zu deiner Wunschfirma.

Gibt es eine Firmenphilosophie? Finde eine Gemeinsamkeit oder einen Satz, der dir besonders gut gefällt, und schreibe ihn auf. Du kannst dich später in deinem Anschreiben darauf beziehen. So signalisierst du, dass du dich mit den Werten der Firma befasst hast.

Extra-Tipp: Manche Firmen benutzen KI (künstliche Intelligenz), um eingehende Bewerbungen vorzusortieren. Nutze unbedingt die Wörter, die auch in der Stellenanzeige genannt werden, um nicht vorab herausgefiltert zu werden.

Jugendlicher schreibt seine Bewerbung am PC

miodrag ignjatovic/E+/Getty Images

Profitipp: Nutze Begriffe, die in der Stellenanzeige vorkommen, in deinem Anschreiben und/oder deinem Lebenslauf!

Das gehört in deine Bewerbung

Ein Foto ist mittlerweile freiwillig. Nutze ein professionelles Bild, keinen Handy- Schnappschuss. Kleide dich seriös und vor allem: Lächle! Du kannst deine Bewerbung auch ausschmücken und gestalten, indem du beispielsweise die Firmenfarben aufgreifst.

Viele beginnen mit einem Deckblatt mit Foto und Kontaktdaten. Dann folgt als zweite Seite der Lebenslauf. Ob du dabei chronologisch mit der Grundschule beginnst oder auf die amerikanische Art mit deiner aktuellen Position (Schülerin/Schüler bis …) ist Geschmackssache.

5 Fehler im Lebenslauf und wie du sie vermeidest

Das muss unbedingt in die Bewerbung rein:

  • Anschreiben
  • „Lebenslauf
  • „Letztes Zeugnis
  • „Bescheinigungen (Praktika etc.)

Führe alle Dateien zu einer einzigen PDF-Datei mit möglichst kleiner Dateigröße zusammen. Als E-Mail-Anhang ist das besser. Hierfür gibt es online viele Tools. Auch die Agentur für Arbeit hilft dir, ansprechende Bewerbungsunterlagen zu erstellen.

Manche Firmen haben spezielle Bewerbungs-Websites, wo du deine Unterlagen direkt hochladen kannst. Und wenn es doch der klassische Postweg ist, denke daran, nur Kopien deiner Zeugnisse und Bescheinigungen zu schicken, keine Originale.

Bewerbungsvideo: Werde kreativ!

Mit einem Bewerbungsvideo hebst du dich von deiner Konkurrenz ab. Halte es kurz und knackig, kleide dich gut und vor allem: Sei du selbst!

Junge Frau präsentiert atolz ihre Bewerbungsmappe

stockfour/iStock/Getty Images Plus

Die meisten Bewerbungen werden heute per E-Mail verschickt, aber es gibt sie noch, die klassische Bewerbungsmappe. Erhältlich im Schreibwarenhandel.

So schreibst du eine Bewerbung

Das Anschreiben ist die erste Seite deiner Bewerbung und kommt – falls du eins hast – noch vor dem Deckblatt.

Jetzt brauchst du die Fragen und Infos zum Unternehmen, die du dir notiert hast.

Im Zweifel hilft dir deine Agentur für Arbeit gerne weiter. Du kannst deine Bewerbungsunterlagen mitbringen und besprechen oder ganz neue erstellen und dir Tipps dafür holen. Es werden auch Bewerbertrainings angeboten. Lass dich beraten!

Was unbedingt in ein Anschreiben mit rein muss:

  • Adresse des Unternehmens und deine Adresse bzw. Kontaktdaten sowie Ort und Datum
  • Betreffzeile: Wofür bewirbst du dich?
  • Anrede (wenn der Name bekannt ist, unbedingt nennen! Auf Schreibweise achten!)
  • Einleitung: Wie kommst du auf die Stelle, wer bist du, was machst du momentan?
  • Warum willst du genau diesen Beruf lernen?
  • Warum willst du ihn bei dieser Firma lernen?
  • Was zeichnet dich aus? Warum bist du die richtige Person für den Job?
  • Abschluss (du freust dich auf eine Einladung – nicht du würdest dich freuen!)
  • Grußformel, Name und Unterschrift

Viele Personalverantwortliche googeln die Bewerber. Räume deine Social-Media-Profile auf und miste aus! Du darfst du selbst sein, aber zu freizügige Outfits oder ausschweifende Partyvideos können dich unseriös wirken lassen. Wenn dir das zu viel Aufwand ist oder du dir nicht sicher bist, stelle deine Profile auf „privat“ und adde nur Menschen, die du kennst.

Oder du machst es umgekehrt! Motze deine Profile auf und gib die Links in der Bewerbung an. Gerade für kreative Berufe kann sich das lohnen – aber nur, wenn dein Content professionell gemacht ist!

Junge Frau hat ein Bewerbungsgespräch per Videochat

Mirel Kipioro/iStock/Getty Images Plus

Auch bei einem virtuellen Termin gilt: Lächeln, freundlich sein, gut kleiden und authentisch bleiben.
Vorstellungsgespräch von oben

AndreyPopov/iSrock/Getty Images Plus

Höflich und freundlich sein ist schon die halbe Miete beim Vorstellungsgespräch.
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Achtung!
Wenn du dich per E-Mail bewirbst, schreibst du maximal ein bis zwei Sätze und verweist dann auf deine Unterlagen im Anhang. Das richtige Anschreiben ist in deiner Bewerbungsdatei integriert. Du musst den Text aus dem Anschreiben nicht in die E-Mail kopieren!

Moderne Bewerbungsformate ohne Anschreiben

Manche Firmen verzichten auf das klassische Bewerbungsverfahren mit Anschreiben und Lebenslauf. Voice Messages und Videos werden immer beliebter. Auch hierbei gilt: Gut kleiden, locker bleiben, authentisch sein!

Angebote deiner Agentur für Arbeit

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz
Berufsinformationszentrum BIZ
Bewerbertraining

Zum Vorstellungsgespräch eingeladen? Jetzt heißt es, locker bleiben!

Es ist normal, bei einem Vorstellungsgespräch nervös zu sein. Ob online, per Telefon oder persönlich: Die Verantwortlichen wissen, dass die Situation für dich neu ist. Einfach durchatmen, und lächeln nicht vergessen!

Notiere dir im Vorfeld deine Stärken und Schwächen, die du durch eine Berufsberatung oder Online-Tools herausgefunden hast. Außerdem schreibst du dir deine Fragen zum Unternehmen auf.

Einige Firmen haben mehrstufige Auswahlverfahren. Bei einem Anruf will man dich kurz unverbindlich kennenlernen und entscheiden, ob man dich zu einem Vor-Ort-Termin oder Videocall einlädt.

Die wichtigsten Tipps zum Vorstellungsgespräch:

  • Sei pünktlich! Plane eventuell einen Zeitpuffer ein. Wenn du dich wegen der Bahn o. Ä. verspätest, ruf an und sag Bescheid (notiere dir vorher die Nummer).
  • Kleide dich ansprechend, sauber und ordentlich! Natürlich kommt es auf die Branche an, bei einer Bank wird andere Kleidung erwartet als in einem kleinen Handwerksbetrieb. Zeige nicht zu viel Haut und schminke dich nicht zu auffällig. Wichtig: Nicht verkleiden! Du sollst dich wohlfühlen.
  • Verhalte dich höflich! Stelle dich mit deinem kompletten Namen vor. Schau dein Gegenüber an, lächle, sprich mit „Sie“ an. Gehefr eundlich auf Small-Talk- und Eisbrecherfragen am Anfang ein.

Stay cool! Punkten im Auswahlverfahren

Manchmal werden im Vorstellungsgespräch sogenannte Brainteaser- Fragen gestellt. Das sind ungewöhnliche Fragen oder auch Knobelaufgaben, mit denen
deine Fähigkeit, Probleme zu lösen, analysiert wird.

Das Wichtigste dabei:

  • Bleib ruhig.
  • „Frage, wenn du etwas nicht verstehst, und fasse zusammen, was gesagt wurde.
  • „Nenne deine Antwort und begründe sie.

Es kommt bei diesen Fragen fast nie auf die richtige Antwort an, sondern darauf, wie du die Antwort verpackst.

Üben!

Übe dein Vorstellungsgespräch mit einem Freund oder einer Freundin. Filme es und analysiere anschließend deine Stimme, deine Haltung, dein Auftreten.

Viele Betriebe und Behörden führen aufwendige Auswahlverfahren durch. Das kann zum Beispiel in Form eines schriftlichen Tests oder eines Assessment-Centers geschehen.

Bei einem Assessment- Center bekommst du gemeinsam mit anderen Jugendlichen bestimmte Aufgaben gestellt. Damit will das Unternehmen zum Beispiel deine Teamfähigkeit testen oder herausfinden, wie du unter Stress reagierst.

Händeschütteln beim Vorstellungsgespräch

sturti/E+/Getty Images

"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance" heißt es. Atme vorher einmal tief durch und lächle.

Die Aufgaben variieren und werden immer schwerer. Es wird nicht erwartet, dass du alles schaffst. Gehe vor wie in jeder anderen Prüfung und lasse zunächst weg, was du nicht verstehst. Wenn du schwankst, entscheide dich für eine Lösung, lasse nichts aus. Gib einfach dein Bestes!

Die Berufsberatung deiner örtlichen Agentur für Arbeit hilft dir, dich auf Auswahlverfahren, Assessment-Center und Vorstellungsgespräche
vorzubereiten.

Viel Erfolg bei deiner Bewerbung!

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